Solfeggio-Frequenzen-Meditation
Solfeggio Frequenzen
16. März 2017

Wenn Liebe weh tut – Ratgeber Liebeskummer

Unerfüllte Sehnsucht, Trennung oder Verlust eines geliebten Menschen – für Liebeskummer gibt es viele Gründe. Mindestens einmal im Leben erfährt jeder Mann und jede Frau diese Art von Herzschmerz, bei der man sich am liebsten wochenlang in eine dunkle Kammer verkriechen möchte. In den allermeisten Fällen – spätestens mit dem Beginn einer neuen Liebe – endet das Drama für die meisten Protagonisten auch wieder. Dennoch gibt es besonders schwere Fälle von Liebeskummer, die tatsächlich mit posttraumatischen Belastungsstörungen vergleichbar sein können. So kann eine gescheiterte oder unerwiderte Liebe schwere körperliche oder psychische Beeinträchtigungen mit sich bringen. Doch so weit muss es nicht kommen! Wir zeigen dir, mit welchen Maßnahmen du dein gebrochenes Herz wieder auf Kurs bringen kannst und verraten dir alles Wissenswerte zum Thema Liebeskummer.

The Chemistry of Love: Was passiert bei Liebeskummer im Körper?

Es mag zunächst unromantisch klingen, aber Liebe ist eigentlich nur ein komplizierter biochemischer Prozess in unserem Körper. So ist z. B. der Dopaminspiegel bei Verliebten massiv erhöht. Das sogenannte Glückshormon sorgt für die berühmten „Schmetterlinge im Bauch“ und eine allgemeine Zufriedenheit in der Nähe des Partners. Auch Serotonin – ein ähnlich wirkendes Hormon – ist bei schwer verliebten Menschen aktiv, allerdings in geringerem Maße. Verstärkte Adrenalinschübe beim Anblick des bzw. der Auserwählten und die massiv erhöhte Produktion des Kuschel- und Schmusehormons Oxytocin machen den rosaroten Chemie-Cocktail perfekt.

Forscher vergleichen die Gehirne von stark ineinander verliebten Menschen mit denen von Drogenkonsumenten – etwa Kokainsüchtigen. Man ist tatsächlich süchtig nach dem Partner und es besteht eine körperliche Abhängigkeit. Der Ausspruch „Ich bin verrückt nach dir“ hat also durchaus seine Berechtigung.

Bei Liebeskummer – zum Beispiel im Falle einer dauerhaften Trennung oder längerer räumlicher Distanz von einem geliebten Menschen – kehrt sich dieses Hochgefühl jedoch ins genaue Gegenteil um und es setzen körperliche „Entzugserscheinungen“ ein. Der Dopaminspiegel im Körper normalisiert sich und durch den zusätzlichen Mangel an Serotonin treten depressive Verstimmungen auf. Da auch die Adrenalinausschüttung spürbar abnimmt, werden Menschen bei Liebeskummer matt und antriebslos. Der unausgeglichene Hormonspiegel ist für den Körper purer Stress.

Love hurts – die typischen Symptome bei Liebeskummer

Neben den bereits genannten psychischen Symptomen bei Liebesleiden kann es zu weiteren – teils drastischen – körperlichen und seelischen Beschwerden kommen:

  • Psychosomatische Beschwerden
    Menschen mit „Herzeleid“ klagen oftmals über eine ganze Reihe psychosomatischer Beschwerden. Dazu zählen u. a. Magenprobleme, Kopfschmerzen, Nervosität und Konzentrationsschwäche.
  • Schlaflosigkeit
    Betroffene grübeln sehr häufig über ihre Situation, auch in der Nacht steht der Körper deshalb unter Stress. In Kombination mit einer vorhandenen inneren Unruhe sorgt die Grübelneigung dafür, dass liebeskranke Menschen nicht einschlafen können oder einen sehr leichten und wenig erholsamen Schlaf haben.
  • Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit, Depression
    Da in Phasen von heftigem Liebeskummer der Fokus einzig und allein auf dem fehlenden Partner oder die verflossene Beziehung liegt, können sich Betroffene nur sehr schwer für ihr normales Tagwerk begeistern. Jede Aufgabe wird zur unsäglichen Pflichterfüllung, der Spaß am Arbeits- und Freizeitleben nimmt spürbar ab – man agiert wie ein Roboter.
  • Isolation und Rückzug aus dem Sozialleben
    Männer und Frauen, die unter Liebeskummer leiden, haben das permanente Bedürfnis, sich zurückziehen zu wollen. Die Welt um sie herum ist zu laut und zu grell – Betroffene sind mit den üblichen sozialen und gesellschaftlichen Anforderungen oftmals schlichtweg überfordert. In besonders schlimmen Fällen droht hier der Verlust von langjährigen Freundschaften oder die Kündigung des Arbeitsverhältnisses.
  • Vermehrter Konsum von Rauschmitteln
    In ihrer Isolation flüchten sich Menschen mit gebrochenem Herzen oft in den Konsum von Suchtmitteln, etwa Alkohol, Nikotin oder Marihuana. Betroffene versuchen im Rausch ihren Gedanken und Gefühlen zu entkommen. Wer täglich große Mengen Alkohol wegen Liebeskummer trinkt oder sich durch andere Drogen locken lässt, läuft allerdings Gefahr, körperlich abhängig zu werden.
  • Gestörtes Essverhalten
    Während einige Menschen nach einer Trennung kiloweise Schokolade und Chips naschen, verfallen andere in eine Appetitlosigkeit. In beiden Fällen wird Nahrung nicht mehr als Genussmittel angesehen. Bei Esssucht agieren vor allem ungesunde Speisen als Seelentröster.
  • Geschwächtes Immunsystem
    Ein generell erhöhter Stresslevel schadet bei Liebeskummer-Patienten auch dem Immunsystem. Das liegt u. a. daran, dass durch den körperlichen und seelischen Stress sehr viel Cortisol ausgeschüttet wird. Dieses Hormon hemmt die körpereigenen Abwehrsysteme – Viren und Bakterien können sich leichter ausbreiten.

Liebeskummer extrem – das Broken Heart Syndrome

In ganz seltenen Fällen kann Liebeskummer tatsächlich zu einer lebensbedrohlichen Krankheit werden. Ärzte sprechen hier von dem „Broken Heart Syndrome“ oder dem Tako-Tsubo-Syndrom. Das Krankheitsbild tritt vermehrt bei älteren Frauen auf, die eine akute Stresssituation erlitten haben – z. B. den Tod des langjährigen Ehepartners. Das „Broken Heart Syndrome“ definiert sich als schwerwiegende Funktionsstörung des Herzmuskels, die Symptome sind denen eines Herzinfarktes ähnlich. Die Krankheit ist Medizinern seit Anfang der 90er-Jahre bekannt.

Jüngste Forschungen zeigen, dass beim „Broken Heart Syndrome“ Stress und genetische Faktoren ineinander übergreifen. „Die Funktionsstörung beim Broken-Heart-Syndrome ähnelt einem Verschluss des linken Herzkranzgefäßes, ohne dass dieses tatsächlich verstopft wäre“, erklärt Prof. Dr. Holger Nef, leitender Oberarzt des Herzkatheterlabors am Universitätsklinikum Gießen und Marburg. Die gute Nachricht – in fast allen Fällen regeneriert sich das Herz wieder komplett. Dass man tatsächlich an einem gebrochenen Herz sterben kann, ist somit zwar grundsätzlich möglich, aber extrem selten.

Liebeskummer – welche Menschen sind besonders betroffen?

Es liegt in der Natur der Sache: Liebeskummer kann jeden Mann und jede Frau treffen. Schließlich gibt es genügend Situationen, die diese Gefühle begünstigen können. Sei es eine unerwiderte Liebe, eine aufgeflogene Affäre, eine Scheidung bzw. Trennung von einem langjährigen Partner oder räumliche Distanz in einer Fernbeziehung – eine gekappte emotionale oder körperliche Bindung führt in vielen Fällen zu den typischen Herzschmerz-Symptomen. Liebeskummer ist aber keinesfalls ein Krankheitsbild, das sich rein auf klassische Paarbeziehungen reduziert. Auch Kinder und Jugendliche können in bestimmten Fällen unter Liebeskummer leiden – nämlich dann, wenn sich eine Bezugsperson nicht genügend um sie kümmert oder sich ihnen emotional entzieht. Ebenso kann Eifersucht unter Geschwisterkindern zu Liebeskummer führen.

Am meisten leiden übrigens Menschen unter Liebeskummer, die generell eine sehr emotionale Ader haben. Dabei sind sowohl das Geschlecht als auch das Alter oder der soziale Status absolut irrelevant. Unter Liebeskummer leiden Frauen und Männer, Teenager und Rentner, Angestellte und Top-Manager gleich stark. Männer und Frauen haben lediglich andere Methoden, um mit Liebeskummer umzugehen. Eine Studie der Binghamton-Universität besagt, dass Frauen stärker unter den Symptomen leiden – Männer hingegen länger von Liebeskummer gequält werden. Während Frauen nach einer gescheiterten Beziehung das Bedürfnis haben, erst einmal allein leben zu wollen, und nicht so schnell einen neuen Partner brauchen, suchen Männer relativ schnell nach einer neuen Bindung. Zudem neigen die Herren der Schöpfung dazu, Probleme in einer Beziehung zunächst beiseitezuschieben. Eine Trennung kommt für sie dann überraschend und vermeintlich unerwartet, obwohl sie die Zeichen längst erkannt haben müssten.

Liebeskummer: Die 5 Phasen auf dem Weg zur Heilung

Die Psychologie unterteilt den Leidensweg beim Liebeskummer in fünf einzelne Phasen. Während dieser Etappen – die Menschen in unterschiedlicher Ausprägung und Länge erleben – durchleiden Betroffene oftmals eine emotionale Achterbahnfahrt.

Liebeskummer Phase 1: Schock und Verdrängung

Der Partner hat gerade die Beziehung beendet, eine Affäre ist aufgeflogen oder ein anderes Ereignis setzt die einst glückliche Beziehung extrem unter Druck. In der ersten Phase denken viele Menschen, dass alles nur ein böser Traum ist und wollen nicht wahrhaben, dass ihr Leben gerade aus den Fugen gerät. Noch ist das Gefühl da, dass alles wieder in Ordnung kommt – die bösen Vorahnungen werden verdrängt. Im Körper kommt es derweil trotzdem zu ersten Reaktionen. Dazu gehören eine extreme Angespanntheit, Magenprobleme oder Kopfschmerzen.

Liebeskummer Phase 2: Seelische Paralyse

In Phase zwei ist es so weit: Das Gehirn realisiert, was passiert ist. Betroffene erleiden eine emotionale Ohnmacht und sind wie erstarrt, eine unbändige Trauer breitet sich aus. Bittere Tränen gehören in der zweiten Liebeskummer-Phase unweigerlich dazu, der Körper versucht so den seelischen Stress zu kompensieren. In dieser Situation beginnt auch eine soziale Isolation. Leidenden ist schlichtweg alles egal – der Freundeskreis wird vernachlässigt und alltägliche Aufgaben aufgeschoben oder nur mit viel Mühe erledigt. Es überwiegt ein Gefühl der absoluten Hilflosigkeit.

Liebeskummer Phase 3: Wechsel zwischen Resignation und Aktion

In der dritten Leidensphase stürzen sich Betroffene in blinden Aktionismus, um kurz darauf wieder alles infrage zu stellen. So kann es z. B. vorkommen, dass man versucht, den geliebten Partner doch noch zurückzugewinnen. Ist diese Aktion nicht von Erfolg gekrönt, fallen Leidende zurück in Phase zwei – starke Selbstzweifel und eine lähmende Lethargie gewinnen wieder Oberhand.

Die verzweifelten Versuche, eine kaputte Beziehung zu retten, können teilweise in irrationale oder unvernünftige Handlungen ausarten. Mit Stalking, dauernden Telefonanrufen oder Überwachungsaktionen – z. B. über soziale Medien wie Facebook oder WhatsApp – erreichen Leidende oft das genaue Gegenteil des Gewünschten. Statt dem Expartner wieder näherzukommen, wendet sich dieser immer weiter ab. Auch emotional geführte Streitgespräche, Verhandlungen oder Kompromissvorschläge sind in dieser Phase keine Seltenheit. Es wird schlichtweg alles versucht, um die prekäre Situation irgendwie noch zu retten.

Liebeskummer Phase 4: Aus und vorbei

Wenn alle Bemühungen um den ehemaligen oder Wunschpartner vergebens sind, folgt irgendwann der Moment der Einsicht. Leidende erkennen, dass alle Liebesmüh umsonst war und dass es keine gemeinsame Zukunft (mehr) geben wird. In dieser Phase sind verliebte Personen von starken Selbstzweifeln betroffen und grübeln über die Frage, was man alles anders hätte machen können. Gedanken über die zerbrochene Beziehung oder gemeinsame Glücksmomente beherrschen den Tag, oftmals macht sich starke Wut über das Geschehene breit.

Trotz alledem beginnt in Phase vier langsam, aber sicher eine Neuausrichtung. Dadurch, dass viele Betroffene nun anfangen, sich mit kreativen Hobbys oder Sport abzulenken, liegt eine starke schöpferische Kraft. Auch amouröse Abenteuer sind in diesem Liebeskummer-Abschnitt keine Seltenheit. Diese dienen dazu, dass Geschehene langsam zu akzeptieren und das Leben wieder zu genießen. Der Grundstein für einen Neuanfang ist gelegt.

Liebeskummer Phase 5: I will survive – Zeit für den Neubeginn

Auch in der letzten Phase des Liebeskummers flammen noch starke Gefühle auf, die sich um die gescheiterte Beziehung drehen. Das Schlimmste ist jedoch überstanden – so langsam weicht die Wehmut wieder der Hoffnung. Alltägliche Arbeiten gehen wieder leichter von der Hand und man fängt an, sich mit Freunden oder Familienmitgliedern über seine Emotionen und Erfahrungen auszutauschen. Die Gegenwart wird wieder grundsätzlich als angenehm empfunden und neuer Lebenswille macht sich breit. Zwar kann es noch Wochen oder Monate dauern, bis die Liebeskummer-Gefühle endgültig ad acta gelegt werden können, doch der Schmerz über die Vergangenheit wird akzeptiert und ist emotional endgültig verarbeitet. Spätestens mit einer neuen Beziehung wird der emotionale Teufelskreis dann endgültig durchbrochen.

Die hilfreichsten Tipps gegen Liebeskummer

Um die beschriebenen Leidensphasen zu überstehen, gibt es zahlreiche hilfreiche Tipps. Statt in Resignation und Schwermut zu verfallen, kannst und solltest du versuchen, aktiv etwas gegen deinen Liebeskummer zu unternehmen. In welcher Leidensphase du dich dabei gerade befindest, ist schlussendlich egal. Gerade in akuten Trauerphasen ist es allerdings schwieriger sich aufzuraffen. Doch wo ein Wille ist, da ist bekanntlich auch ein Weg!

1. Tipp gegen Liebeskummer: Trauern – aber richtig!

In der akuten Trauerphase bringt es überhaupt nichts, seine Gefühle zu unterdrücken. Statt den Schmerz wegzusperren und alles in sich hineinzufressen, kann es durchaus hilfreich sein, einmal alles rauszulassen und mit allen Sinnen zu klagen. Wer sich ein komplettes Wochenende verkriecht, um bei Hollywood-Schnulzen, romantischer Musik und einer Familienpackung Eiscreme in sein Kissen zu weinen, löst erste emotionale Blockaden und befreit sich ein wenig von dem psychischen Druck, den Liebeskummer verursacht. Wichtig ist es allerdings, sich für dieses Verhalten eine Frist zu setzen. Es gilt, einmal richtig zu trauern und danach anzufangen, die Krone langsam wieder zu richten.

2. Tipp gegen Liebeskummer: Reden hilft – und Schreiben auch!

Auch wenn es zunächst schwerfällt – im Gespräch mit einem guten Freund oder einer Freundin lässt sich der Kummer sehr gut reflektieren. Schließlich ist es wichtig, auch eine andere Sicht auf das Geschehene zuzulassen. Freunde oder Familienmitglieder haben zumeist großes Verständnis für die emotionale Schieflage eines Angehörigen – schließlich hat laut einer Umfrage jeder dritte Deutsche schon unter sehr heftigem Liebeskummer gelitten. Zögere also nicht und tausche dich mit einer vertrauten Person über deine Gefühle aus.

Wer sich das nicht traut oder keinen entsprechenden Menschen zum Reden hat, kann auch in den inneren Dialog treten. Ein Tagebuch ist ein probates Mittel, um seinen Gefühlen strukturiert Ausdruck zu verleihen. Menschen, die gern und viel schreiben, setzen vielleicht einen Blog auf. So können auch fremde Menschen von den eigenen Gefühlen und Gedanken profitieren. Doch Vorsicht – der Expartner sollte weder in Gesprächen noch öffentlichen Posts diffamiert werden. Auch beleidigende oder abwertende Kommentare auf Facebook und Co. sind absolut tabu!

3. Tipp gegen Liebeskummer: Ablenken, ablenken, ablenken!

Nach der ersten akuten Liebeskummer-Phase nützt es nichts, weiter den Schmerz in sich hineinzufressen. Suche stattdessen nach Ablenkung und plane Aktivitäten, die dir guttun. Das können ganz unterschiedliche Dinge sein: Menschen, die keine Lust auf Trubel haben, können z. B. einen Tag in der Sauna verbringen oder sich bei einer Massage entspannen. Ein interessantes Buch oder ein guter Film sorgen ebenfalls für ein wenig Zerstreuung – solange es keine Schmonzetten sind. Richtig leckeres Essen oder ausgedehnte Spaziergänge helfen ebenfalls dabei, sich von der Trauer über den Verlust eines Partners abzulenken.

Vor allem wenn sich Wut und Aggressionen breitmachen, sind intensive Sporteinheiten ein gutes Mittel zur Ablenkung. Sowohl eine schnelle Joggingrunde mit Powersongs auf dem Kopfhörer als auch intensive Kurse im Fitnessstudio sind dazu bestens geeignet. Wie wäre es mit einer Runde Tae Bo, Zumba oder Spinning? Du wirst sehen – die sportlichen Aktivitäten lenken dich ab und bringen dich zumindest temporär auf andere Gedanken!

Weitere Möglichkeiten zur Ablenkung sind

  • ausgedehnte Shoppingtouren,
  • Aufräumarbeiten (Keller/Dachboden ausmisten),
  • Garten oder Wohnung umgestalten,
  • ein neues Hobby,
  • Ausflüge mit Freunden/Familie,
  • Kurzreisen (Städtetrips),
  • eine neue Sprache lernen,
  • Meditations- bzw. Yogakurse,
  • Theater-, Kino- oder Museumsbesuche etc.

4. Tipp gegen Liebeskummer: Erinnerungen konsequent aus dem Leben verbannen

Auch wenn es zunächst wehtut – für die Trauerbewältigung ist es am besten, alles zu verbannen, was an den Expartner erinnert. Wer also merkt, dass es endgültig vorbei ist mit der ehemaligen Flamme, sollte gemeinsame Fotos auf den Dachboden packen und nostalgische Liebeslieder von der Festplatte löschen. Auch die digitale Beziehung über die sozialen Medien bringt nur zusätzlichen Kummer. Man muss seinen Expartner ja nicht gleich auf Facebook oder WhatsApp blockieren – es reicht, wenn du dir neue Postings nicht mehr anzeigen lässt. Das Sprichwort „Aus den Augen – aus dem Sinn!“ funktioniert auf lange Sicht tatsächlich! Wer die sentimentalen Erinnerungen an eine geliebte Person konsequent von sich fernhält, hat es definitiv leichter, diesem Menschen weniger Raum in seinem Herzen zu geben. Dazu gehört es auch, den Kontakt zumindest temporär komplett abzubrechen. Der berühmte Ausspruch „Lass uns Freunde bleiben!“ funktioniert zwar in einigen Fällen, allerdings nur, wenn eine längere Kommunikationspause eingelegt wird. So wird Verlassenem und Verlassendem genügend Zeit eingeräumt, um emotionalen Abstand aufzubauen.

5. Tipp gegen Liebeskummer: Realistisch denken, Selbstzweifel ausräumen

Liebeskummer-Betroffene malen häufig ein rosarotes Bild vom Verflossenen. Aber jetzt mal ehrlich – war wirklich immer alles perfekt in der Beziehung? Wer Pro und Contra einer gescheiterten Liebe genau abwägt wird schnell feststellen, dass der Expartner auch seine kleinen Ecken und Kanten hat(te). Diese Erkenntnis hilft dabei, das eigene Selbstwertgefühl zu stärken und nicht zu denken, man trage ganz allein Schuld am Scheitern einer Beziehung.

Professionelle Behandlungsmethoden bei Liebeskummer

Da schwerer Liebeskummer eine starke seelische und körperliche Belastung sein kann, bietet sich in solchen Fällen auch der Gang zum Therapeuten an. Vor allem Menschen mit wenigen Sozialkontakten können von professionellen Gesprächstherapien enorm profitieren.

Mittlerweile gibt es sogar einige Psychologen, die sich auf das Thema Liebeskummer spezialisiert haben. „Liebeskummerpraxen“, die auch Paartherapien, Beratungen und Coachings anbieten, können bei schwerwiegendem Herzschmerz eine gezielte Anlaufstelle sein. Gesprächstherapien helfen zudem dabei, das Selbstwertgefühl nach dem Ende einer Beziehung zu stärken und die Persönlichkeitsentwicklung voranzutreiben.

Wer lieber anonymere Angebote nutzen möchte, kann auch auf Chat-Angebote oder Telefon-Hotlines zurückgreifen. So gibt es z. B. die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte „Nummer gegen Kummer“, bei der Betroffene u. a. bei Liebeskummer, Depressionen und Suchtproblemen anonym und kostenlos Hilfe erfahren können. Auch bei der örtlichen „Telefonseelsorge“ können Leidende ihr Herz ausschütten, was zumindest den größten psychischen Druck ein wenig löst.

Gibt es Medikamente gegen Liebeskummer?

Auch wenn es „das“ Medikament gegen Liebeskummer (noch) nicht gibt – es gibt eine Reihe pflanzlicher Extrakte, die zumindest die körperlichen Symptome etwas lindern können und für ein wenig Entspannung sorgen.

Homöopathen schwören auf die Wirkung von Ignatia c30. Die Globuli werden aus dem Extrakt der Ignatiusbohne hergestellt und sollen bei Erregbarkeit, geistiger Erschöpfung und Kopfschmerzen helfen – Symptome, die bei Liebeskummer auftreten können.

Für seine stimmungsaufhellende Wirkung ist außerdem das Johanniskraut bekannt. Die Pflanze hilft gegen leichte depressive Verstimmungen, die auf psychische Belastungen zurückzuführen sind. Johanniskraut gibt es entweder als Tee, als Kapseln oder als Extrakt.

Gegen Ein- und Durchschlafstörungen bei Liebeskummer haben sich ebenfalls pflanzliche Heilmittel bewährt. Besonders geeignet sind Kombipräparate mit Baldrian, Hopfen und/oder Melisse. Alle diese Pflanzen haben eine beruhigende Wirkung und können Liebeskummer-Patienten dabei unterstützen, das seelische Gleichgewicht zu stabilisieren und erholsamen Schlaf zu bekommen. Übrigens: Eine ähnliche Wirkung erzielst du mit abendlichen Schaumbädern aus Lavendel- oder Patschuli-Extrakten. Entspannte Momente sollten Menschen mit Liebeskummer generell mit allen Sinnen genießen. Das kann anfangs zwar sehr schwierig sein, mit der Zeit stellt sich hier aber ein Lerneffekt ein. Körper und Geist können dann wieder besser zur Ruhe kommen!

Bachblüten gegen Liebeskummer

Bei akutem Liebeskummer können Rescue Tropfen, die Bachblüten-Mischung für seelische Notfälle, oftmals eine gute erste Hilfe sein. Für einen differenzierten Einsatz von Bachblüten bei Liebeskummer muss man sich die persönlichen Zusammenhänge vor Augen führen und sich fragen: Wie äußert sich der Liebeskummer? Äußert sich der Liebeskummer als großes Leid, das das Leben bestimmt, ist Star of Bethelehem mit Sicherheit eine interessante Bachblüte. Oftmals steht jedoch auch ein Gefühl der Minderwertigkeit im Vordergrund, das entsteht, wenn Liebe nicht erwidert wird oder man velassen wurde: „Ich bin nicht gut genug und werde daher nicht (mehr) geliebt.“ – solche Emotionen deuten auf die Bachblüte Larch hin. Ständiges Grübeln, etwa: „Was habe ich falsch gemascht?, „Womit habe ich das verdient?“, „Ich muss etwas tun, um die Liebe (wieder) zu entfachen – bloß was?“ etc. sprechen für die Bachblüte White Chestnut. Ist man hauptsächlich mit Selbstvorwürfen beschäftigt, weil man die Schuld für die Situation nur bei sich sucht, kommt die Bachblüte Pine in Frage. Macht man in seinem Liebeskummer jedoch den Anderen ständig vorwurfsvoll verantwortlich, ist Chicory ratsam. Steht hinter dem Liebeskummer das Begehren eines anderen Menschen aufgrund einer Angst vor dem Alleinsein, ist wiederum Heather eine sinnvolle Bachblüte. Will man mit dem Liebeskummer emotional an einer vergangenen Beziehung festhalten, ist die Bachblüte Honeysuckle empfehlenswert, um sich vom Leben in der Vergangenheit zu lösen. Führt der Liebeskummer dazu, dass man sich dem anderen gegenüber übertrieben nett, zuvorkommend oder generös verhält, um die Liebe quasi zu erzwingen, ist es Zeit für die Bachblüte Chicory. Daneben gibt es natürlich noch etliche weitere Szenarien und Zusammenhänge zwischen Liebeskummer und Befindlichkeit, die andere Bachblüten bzw. Kombinationen verlangen, sodass sich auch bei Liebeskummer die Beschäftigung mit allen 38 Blüten lohnt.

Fazit: Liebeskummer lohnt sich eben doch!

„Liebeskummer lohnt sich nicht, my Darling!“ – so lautet der Titel eines 60er-Jahre-Schlagers von Siw Malmkvist. Mit dem Text liegt die schwedische Sängerin allerdings nicht ganz richtig, denn Liebeskummer nach einer gescheiterten Beziehung ist existenziell wichtig, um die eigene Gefühlswelt wieder ins Lot zu bringen. Auch wenn diese Lebensphase sehr schwierig ist – im Rückblick wird diese Leidenszeit von Betroffenen oftmals positiv bewertet. In vielen Fällen werden Liebeskummer-Phasen zudem dazu genutzt, das Leben einmal grundsätzlich aufzuräumen und fragliche Bereiche auf den Prüfstand zu stellen. Die Trauerphase sorgt schlussendlich dafür, dass sich Menschen irgendwann wieder aufraffen und danach weiterentwickeln. Auch wenn es in akuten Liebeskummer-Momenten schwerfällt, es zu glauben: Die Zeit heilt tatsächlich alle Wunden. Bei einigen Männern und Frauen dauert es halt nur etwas länger als bei anderen.

Comments are closed.

Pin It on Pinterest

Share This