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Selbstbewusster zu werden ist kein Hexenwerk, wenn man die richtigen Tipps und Tricks kennt!

Selbstbewusstsein stärken

Unser Selbstbewusstsein – oder präziser: unser Selbstwert – prägt nicht nur das Bild von uns selbst. Es ist verantwortlich dafür, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen, wie wir uns in verschiedensten Situationen verhalten und wie zufrieden wir mit unserem Leben sind. So hat ein geringes Selbstwertgefühl in hohem Maße negativen Einfluss auf unsere Lebensqualität. Glücklicherweise stehen uns verschiedene Wege offen, unser Selbstbewusstsein nachhaltig zu stärken. Wir stellen die besten Tipps vor, mit deren Hilfe du lernst, selbstbewusster durchs Leben zu gehen!

Was ist Selbstbewusstsein?

Wenn wir von Selbstbewusstsein oder Selbstvertrauen reden, meinen wir damit in der Regel das Bild, das wir von uns selbst haben. Menschen mit einem hohen Selbstvertrauen glänzen auch in ihnen unbekannten Situationen durch ein sicheres Auftreten. Sie sind sich ihrer Fähigkeiten, ihrer Werte und ihres Wesens bewusst – und verarbeiten Rückschläge entsprechend schnell. Im wissenschaftlichen Kontext hat sich hierfür der Begriff „Selbstwert“ durchgesetzt. Dieser beschreibt in der Psychologie genau solch eine Bewertung, die wir selbst von uns haben. Unser Selbstwertgefühl erstreckt sich dabei auf verschiedene Dimensionen. So haben die folgenden Faktoren Einfluss auf unseren Selbstwert:

  • Bewertung der eigenen Persönlichkeit
  • Die Art, wie wir uns an die Vergangenheit erinnern
  • Bewertung der eigenen Fähigkeiten und Erfahrungen

Wenn im Folgenden von Selbstbewusstsein bzw. Selbstvertrauen die Rede ist, beziehen wir uns auf diesen psychologischen Begriff des Selbstwerts.

Menschen mit geringem Selbstbewusstsein gehen ängstlicher und gehemmter durchs Leben. Entsprechend groß ist das Angebot an Ratgeberliteratur und professionellen Therapieangeboten, die zum Ziel haben, das Selbstbewusstsein zu stärken. Doch der Selbstwert kann auch in das andere Extrem ausschlagen. Menschen mit einem zu hohen Selbstwertgefühl wirken oftmals egoistisch oder überheblich und werden tendenziell als eher unangenehme Zeitgenossen wahrgenommen. In extremen Fällen kann ein zu hohes Selbstbewusstsein Merkmal eines pathologischen Narzissmus sein.

Die Entwicklung von Selbstwert und Selbstvertrauen

Unzählige Studien haben sich in den letzten Jahrzehnten mit der Entwicklung des Selbstwerts befasst. Wie in den meisten Bereichen der Psychologie gibt es Forscher, die in der Genetik eine Hauptrolle für die Ausprägung des individuellen Selbstwertgefühls sehen, während andere den Einfluss der Umwelt hervorheben. So unterstreicht die 2002 an der Universität von Southampton durchgeführte Studie „Self Esteem: A Behavioural Genetic Perspective“, dass Selbstwertgefühl in nicht zu unterschätzendem Maße auf Vererbung zurückgeht. Die Wahrheit liegt wie so oft vermutlich irgendwo dazwischen. So vertreten viele Psychologen die Auffassung, dass unsere Gene mitverantwortlich für die spätere Ausprägung unseres Selbstbewusstseins sind. Wie sich unser Selbstwertgefühl entwickelt, hängt jedoch maßgeblich von den Umweltbedingungen – etwa unserer Erziehung und unseren persönlichen Erlebnissen – ab. Folgende Erkenntnisse zur Entwicklung des Selbstwerts gelten in der Psychologie als Gemeinplatz:

  • Kleinkinder weisen noch kein voll entwickeltes Selbstwertgefühl auf. Ihre Bewertungen reduzieren sich auf basale Einschätzungen ihrer Handlungsweisen.
  • Der Selbstwert entwickelt sich nicht linear, sondern in Schüben. Insbesondere wichtige Lebenseinschnitte (Einschulung, erste Partnerschaft etc.) haben Einfluss auf unser Selbstvertrauen.
  • Im Gegensatz zur landläufigen Vorstellung gibt es bei Erwachsenen keine Geschlechterunterschiede bezüglich des Selbstwerts.
  • In der Pubertät haben viele Mädchen mit einem Absinken ihres Selbstwertgefühls zu kämpfen. Verantwortlich hierfür sind vermutlich Schönheitsideale und weitere gesellschaftliche Faktoren.
  • Der Selbstwert kann sich auch im Erwachsenenalter noch verändern. Prägende Ereignisse und Lebensphasen wie Langzeitarbeitslosigkeit nehmen maßgeblich Einfluss auf das Selbstvertrauen.
  • Bei den meisten Menschen steigt das Selbstbewusstsein im Laufe ihres Lebens allmählich an. Erst ab dem 60. Lebensjahr ist ein allgemeiner Rückgang der Selbstwertschätzung zu beobachten. Dies hängt vermutlich mit gesundheitlichen und sozialen Faktoren (Renteneintritt) zusammen.

Was zeichnet ein niedriges Selbstbewusstsein aus?

Ein niedriges Selbstbewusstsein kann mit einem erheblichen Leidensdruck einhergehen. So beschränkt sich ein niedriges Selbstbewusstsein nicht nur auf ein negatives Bild von uns selbst, sondern hat prägenden Einfluss auf zahlreiche Lebensbereiche. Menschen mit niedrigem Selbstbewusstsein

  • haben häufig Probleme in der Beziehung mit anderen Menschen (insbesondere in Partnerschaften).
  • sind häufiger von negativen Gefühlen wie Eifersucht, Ängsten und Depressionen betroffen.
  • haben geringere Karrierechancen als Menschen mit hohem Selbstbewusstsein.

Ein sehr geringes Selbstwertgefühl kann durchaus auch Teil einer behandlungsbedürftigen psychischen Störung – beispielsweise einer sozialen Phobie oder einer Depression – sein. Wenn du seit Langem unter einem geringen Selbstvertrauen leidest und auch mit den folgenden Tipps langfristig keine Verbesserung erzielen kannst, ist es daher ratsam, einen Therapeuten aufzusuchen.

Selbsttest: Muss ich selbstbewusster werden?

Häufig fällt es uns schwer zu beurteilen, ob wir tatsächlich ein niedriges Selbstbewusstsein haben, oder uns aktuell nur in einer schwierigen Lebensphase befinden. Der folgende Selbsttest hilft dir dabei herauszufinden, ob du selbstbewusster werden musst.

  • Ist dir die Anerkennung anderer Menschen sehr wichtig?
  • Hast du Probleme damit, ehrlich zu anderen Menschen zu sein – aus Angst, sie könnten dein „wahres Selbst“ abstoßend finden?
  • Möchtest du es anderen Personen immer recht machen?
  • Empfindest du häufig Neid oder Eifersucht gegenüber anderen Menschen?
  • Trifft dich Kritik besonders hart?
  • Fühlst du dich als Versager?
  • Hast du Probleme damit „Nein“ zu sagen?
  • Fühlst du dich häufig überfordert?
  • Fällt es dir aus Angst vor Misserfolgen schwer, dich zu entscheiden?
  • Leidest du unter Scham oder Schuldgefühlen?
  • Machst du dir häufig Selbstvorwürfe?
  • Empfindest du einen Drang, dich ständig mit anderen vergleichen zu müssen?
  • Bist du oft unzufrieden mit dir selbst?
  • Fällt es dir schwer, Fehler und Schwächen gegenüber anderen einzugestehen?
  • Zweifelst du häufig an deinen Fähigkeiten?
  • Kannst du Lob und Komplimente von anderen nur schwer annehmen?

Je mehr der angegebenen Fragen du mit „Ja“ beantwortet hast, desto wahrscheinlicher ist es, dass du ein geringes Selbstbewusstsein besitzt.

Wie werde ich selbstbewusster? – Tipps zur Stärkung des Selbstwerts

Du kennst dich aus mit Dow Jones und mit Dax. Weißt du eigentlich, wie hoch du selbst im Kurs stehst? Vielleicht bist du viel viel mehr wert, als du glaubst.

Petrus Ceelen – Geistlicher Schriftsteller, Psychotherapeut und Aphoristiker

Wie selbstbewusst wir sind, hängt von unseren persönlichen Erfahrungen ab. Negative Erfahrungen – gerade in unserer Kindheit, aber auch im Erwachsenenalter – können ohne gute Bewältigungsmechanismen zu einem langfristig niedrigen Selbstwertgefühl führen. Die gute Nachricht: Es gibt eine ganze Reihe von wirksamen Methoden, mit denen wir unser Selbstbewusstsein nachhaltig steigern können. Im Folgenden geben wir dir die besten Tipps und Tricks an die Hand, mit deren Hilfe du künftig selbstbewusster durchs Leben gehst.

Die sechs Säulen des Selbstbewusstseins

Der amerikanische Psychologe Nathaniel Branden, eine Koryphäe in der Erforschung des Selbstwerts, hat im Rahmen seiner Studien sechs Faktoren ausgemacht, die unser Selbstwertgefühl bestimmen. Gelingt es uns die einzelnen Punkte zu stärken, entwickeln wir mehr Selbstvertrauen.

Im Folgenden die sechs Säulen des Selbstbewusstseins im Überblick:

Selbstwert – Merkmal Beschreibung
Bewusst leben Inwiefern sind wir uns unserer Selbst bewusst? In diese Kategorie gehört die Kenntnis unserer Gefühle, Werte, Handlungen und Absichten. Je bewusster wir leben, desto eher sind wir in der Lage, die Realität zu akzeptieren und uns selbst anzunehmen.
Selbstannahme Selbstannahme heißt nicht, die eigenen Fehler und Schwächen zu verleugnen. Vielmehr geht es darum, mit unserer Unvollkommenheit gut leben zu können. Um es mit den Worten Brandens auf den Punkt zu bringen: Es geht um „die Weigerung, in einem feindschaftlichen Verhältnis zu mir selbst zu stehen.“
Eigenverantwortlich leben Ein eigenverantwortliches Leben ist durch die Annahme von persönlichen Erfolgen und Misserfolgen gekennzeichnet. Wer die Schuld stets bei anderen sucht, lebt nicht eigenverantwortlich.
Selbstsicheres Behaupten Unter „selbstsicherem Behaupten“ versteht Branden die Fähigkeit, in Diskussionen zu sich selbst zu stehen und das wahre Selbst (Einstellungen, Werte und Gefühle) nicht aus Angst vor Ablehnung vor anderen zu verstecken.
Zielgerichtet leben Wer zielgerichtet lebt, hat die Dinge, die er im Leben erreichen möchte, klar vor Augen. Ein zielgerichtetes Leben zu führen bedeutet zugleich, die Fähigkeiten, die einem zur Verfügung stehen, aktiv zum Erreichen dieser Ziele zu nutzen.
Persönliche Integrität Bist du dir selbst treu und verteidigst deine persönlichen Werte und Einstellungen auch auf die Gefahr hin, dich damit unbeliebt zu machen, besitzt du Integrität.

1. Bewusst leben: So geht’s

In unserem hektischen Alltag wirklich bewusst zu leben, ist gar nicht so einfach. Viele Menschen sind sich ihrer Gefühle und Absichten nicht so bewusst, wie sie glauben. Der Schlüssel zu einem bewussten Leben liegt in uns selbst. Je mehr wir lernen, den Fokus von störenden Gedanken und Gefühlen wegzulenken, desto bewusster nehmen wir unsere Umwelt – und damit auch uns selbst – wahr. Eine regelmäßig durchgeführte Achtsamkeitsmeditation hilft dabei, uns selbst zu erkennen. Wenn du die folgenden Übungen regelmäßig durchführst, gelangst du Schritt für Schritt zu einem größeren Bewusstsein über dich selbst – und nimmst damit die erste Hürde auf dem Weg zu einem größeren Selbstbewusstsein.

  • Leben entschleunigen: Regelmäßige Pausen sind wichtig, um den Alltagsstress beiseitezuschieben und zu uns selbst zu finden. Versuche, mehrere kleine Pausen in deinen Alltag zu integrieren, und fokussiere dich dabei ganz auf dich selbst – beispielsweise, indem du eine der folgenden Übungen durchführst.
  • Atemübung: Konzentrieren wir uns nur wenige Minuten auf unseren Atem, merken wir, wie unsere Gedanken strukturierter werden. Plötzlich können wir unsere Gefühle, Gedanken und Absichten deutlich besser beschreiben. Wichtig im Rahmen einer Atemübung ist es, den Fokus auf das Ausatmen zu legen. Atme etwa doppelt so lang durch die Nase ein, wie du durch den Mund ausatmest.
  • Gedankenstopp-Methode: In stressigen Zeiten ist die Gedankenstopp-Methode sehr wirksam, um zu uns selbst zurückzufinden. Halte dabei kurz inne, sag dir laut oder innerlich deutlich „Stopp“ und unterstreiche dies mit einem Unterbrechen deiner Routine. Tipp: Wenn du ein Gummiband um deinen Arm trägst und es kurz schnalzen lässt, wirkt dies wahre Wunder!
  • Körper beobachten: Versuche, die Aufmerksamkeit ganz auf deinen Körper zu lenken. Wie regelmäßig ist deine Atmung? Kannst du deinen Herzschlag wahrnehmen? Wie fühlst du dich? Sitzt du bequem? Hast du Hunger oder Durst?
  • Momentaufnahmen: Halte einen Moment inne und versuche, die Umgebung um dich herum ganz bewusst wahrzunehmen. Was siehst du? Was hörst du? Was riechst du?

Die vorgestellten Tipps sind in wenigen Minuten durchführbar und können problemlos nach Belieben mehrmals am Tag durchgeführt werden – beispielsweise in der Mittagspause.

2. Selbstannahme – den inneren Kritiker zähmen

Wenn es dir gelingt, an die Stelle deines Kritikers eine aufbauende, warmherzige und verständnisvolle Stimme zu setzen, dann werden sich all deine seelischen und zwischenmenschlichen Probleme in Luft auflösen. Dann verfügst du über genügend innere Stärke, Gelassenheit und Selbstvertrauen, um die persönlichen und beruflichen Hürden in deinem Leben erfolgreich zu meisten. Dann wirst du die Wahrheit über dich erkennen: An dir ist nichts verkehrt, auch wenn du das Gefühl hast, mit dir stimme etwas nicht. Du bist liebenswert – auch wenn du nicht perfekt bist.

Dr. Rolf Merkle – Psychotherapeut & Autor

Sich selbst mit all seinen Fehlern und Schwächen anzunehmen, ist nicht leicht. Der bekannte Psychotherapeut Dr. Rolf Merkle spricht an dieser Stelle von der Aufgabe, seinen „inneren Kritiker zu zähmen“. Für dieses Unterfangen stehen dir mehrere Wege zur Verfügung. Wir zeigen dir, wie du dich mit deinem inneren Kritiker versöhnen kannst.

  1. Höre auf deinen Kritiker – Notiere dir die Situationen, in denen dich deine innere Stimme besonders häufig ermahnt.
  2. Akzeptiere deinen inneren Kritiker – Auch wenn es schwerfällt: Versuche, deinen inneren Kritiker als Teil von dir zu begreifen, der dich eigentlich nur beschützen möchte. Immerhin resultiert deine innere Stimme, die dir jetzt das Leben schwer macht, aus den Erfahrungen, die du im Lauf deines Lebens gemacht hast. Hast du deinen Kritiker erst einmal akzeptiert, fällt es dir auch leichter, bewusst gegen diesen zu handeln.
  3. Vertraue deinem Kritiker nicht – In den seltensten Fällen hat unsere kritische innere Stimme recht. Notiere dir für jeden kritischen Gedanken einen „Gegengedanken“ und verinnerliche diesen. Beispiel „Ich muss endlich abnehmen, so kann mich doch niemand liebenswert finden.“ Ein möglicher positiver Gegengedanke: „Mein Körper ist nicht perfekt, aber das geht den meisten Menschen so. Es ist okay, wie ich aussehe, andere Menschen lieben mich so, wie ich bin.“

3. Auf dem Weg zu einem eigenverantwortlichen Leben

Eigenverantwortlich leben lernen heißt, dem Impuls, die Schuld bei anderen Menschen zu suchen, zu widerstehen. Sind wir unzufrieden mit uns selbst, neigen wir oftmals dazu, anderen Menschen Vorwürfe zu machen oder reagieren mit Gefühlen von Neid und Eifersucht. Sind wir erst einmal in Rage, ist es uns kaum möglich, eigene Fehler klar zu erkennen. Es gilt daher, einen kühlen Kopf zu bewahren. Hast du etwas Abstand zu der jeweiligen Situation gewonnen, versuche diese zu analysieren. Notiere hierzu die Antworten auf folgende Fragen:

  • Was ist vorgefallen? Versuche die Situation in wenigen Worten so exakt wie möglich zu beschreiben.
  • Hast du eine Mitschuld an dem, was schief lief?
  • Was hättest du besser machen können?
  • Gibt es Möglichkeiten, deinen Fehler im Nachhinein wieder gut zu machen?

Stellt sich bei der näheren Analyse heraus, dass du zumindest mitverantwortlich für das Geschehene bist, gestehe deinen Fehler ein und entschuldige dich. Schwächen sind menschlich und machen dich nicht zu einem schlechten Menschen! Je häufiger du Verantwortung für deine Fehler übernimmst, desto freier und selbstbewusster wirst du.

4. Selbstsicheres Behaupten – Übung macht den Meister

In puncto selbstsicherem Behaupten gilt: Je häufiger du für dich einstehst, desto leichter fällt es dir. Unser Tipp: Taste dich langsam an Situationen heran, in denen du dich bislang nicht behaupten konntest:

  • Übe zunächst vor dem Spiegel, deine Gedanken und Werte zu artikulieren.
  • Gehe im nächsten Schritt einer ersten Diskussion mit einem guten Freund oder Familienmitglied nicht aus dem Weg, sondern lege deine Position dar.
  • Lasse Konflikte im Alltag zu. Versuche beispielsweise, dem Kellner kontra zu geben, wenn das bestellte Essen kalt war oder dir nicht geschmeckt hat.

So lernst du Schritt für Schritt, wie du dich im Alltag selbstsicher behaupten kannst.

5. Habe dein Ziel klar vor Augen

Wünschen Sie nicht zu sein, was Sie nicht sind, sondern wünschen Sie, was Sie sind, sehr gut zu sein. Was nützt es uns, Schlösser in Spanien zu bauen, wenn wir in Frankreich leben müssen.

Franz von Sales – Ordensgründer und Kirchenlehrer

Um zielgerichtet leben zu können, ist es essenziell, deine eigenen Wünsche und Ziele zu formulieren. Beachte dabei Folgendes:

  • Deine Ziele sollten realistisch sein. Den wenigsten von uns ist es beschieden, ein weltberühmter Schauspieler zu werden.
  • Berücksichtige deine eigenen Interessen und Fähigkeiten. Gibt es etwas, zu dem du auf dieser Basis geradezu prädestiniert bist?
  • Gibt es Möglichkeiten, deine Interessen und Fähigkeiten weiter zu fördern? Kannst du deine Leidenschaft womöglich sogar zum Beruf machen.

Hast du dein Ziel klar vor Augen, mach dir bewusst, dass der Weg dahin kein leichter sein wird. Lege eine Übersicht über deine Erfolge an und notiere dabei auch kleine Erfolge. So bleibst du motiviert!

6. Persönliche Integrität – Die Königsdisziplin für mehr Selbstbewusstsein

Auf welche Art wird man mittelmäßig? Dadurch, dass man heute das und morgen jenes so dreht und wendet, wie die Welt es haben will, dass man der Welt nur ja nicht widerspricht und der allgemeinen Meinung beipflichtet.

Vincent van Gogh – Niederländischer Maler

Integer zu leben, bedeutet nicht einfach in den Tag hinein zu leben und gewissermaßen sein Fähnchen im Wind drehen zu lassen. Vielmehr gilt es sich den eigenen Werten bewusst zu werden – und diese anderen gegenüber zu verteidigen. „Authentizität“ ist dabei ein wichtiges Schlagwort. Wichtig: Integrität bedeutet nicht, die eigenen Vorstellungen auf Gedeih und Verderb zu verteidigen. Vielmehr heißt es, anderen Meinungen mit offenem Ohr zu lauschen und die eigenen Werte auf Basis neuer Erfahrungen immer wieder zu überdenken.

Selbstbewusster werden: Schnelle Selbsthilfetipps

Die Kenntnis der sechs Säulen des Selbstbewusstseins ist ein wichtiger Schritt hin zu einem selbstbewussteren Leben. Neben den vorgeschlagenen Übungen gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Selbsthilfetipps, die in der Summe erstaunlich schnell das Selbstbewusstsein steigern können. Wir stellen die vielversprechendsten Methoden vor.

Embodiment: Auf die Körperhaltung kommt es an

Häufig unterschätzen wir den Einfluss, den unsere Körperhaltung auf unsere Gefühlslage hat. So zeigen aktuelle Studien, wie maßgebend sich die Körperhaltung unter anderem auf unser Selbstbewusstsein auswirkt. Im Gegensatz zu der landläufigen Meinung schlagen sich unsere Emotionen und Kognitionen nicht ausschließlich in unserer Körperhaltung nieder. Vielmehr ist oft das Gegenteil der Fall: Unsere Körperhaltung bestimmt unseren psychischen Zustand mit! Die Psychologie verwendet für dieses Phänomen den Begriff „Embodiment“. Aus den Erkenntnissen des Embodiments lassen sich die folgenden „Don’ts“ bezüglich unserer Körperhaltung ableiten.

  • Stehe gerade da und ziehe deine Schultern nicht zusammen.
  • Stecke beim Gespräch mit Anderen nicht beide Hände in die Hosentaschen, sondern versuche zumindest eine Hand locker neben deinem Körper zu halten. Nutze die freie Hand gegebenenfalls zum Gestikulieren.
  • Verschränke deine Arme nicht.
  • Schaue anderen Menschen gerade in die Augen. Halte dabei deinen Kopf gerade und neige diesen im Gespräch nicht zur Seite.
  • Lass den Kopf nicht nach vorne hängen.

Vermeiden wir entsprechende Körperhaltungen, treten wir automatisch wesentlich selbstbewusster auf.

Ins innere Gleichgewicht finden: die Kraft der Meditation

Was noch vor einigen Jahrzehnten bestenfalls im Reich der Esoterik verortet worden ist, hat heute längst Einzug in den wissenschaftlichen Kanon gehalten: die Kraft der Meditation. Unzählige Meditationsübungen können uns dabei helfen, Stress zu reduzieren und selbstbewusster zu werden. Von der einfachen Atemmeditation über Gehmeditationen bis hin zu autogenem Training sind alle Methoden erfolgsversprechend. Unser Tipp: Meditationsübungen sollten am besten unter professioneller Anleitung erlernt werden. Vielerorts gibt es mittlerweile geleitete Meditationsgruppen, die gegen ein geringes Entgelt oder sogar kostenlos besucht werden können.

Kleinigkeiten nicht unterschätzen: Schritt für Schritt zu mehr Selbstbewusstsein

Kleinigkeiten in unserem Verhalten schlagen sich oftmals deutlich stärker auf unser Selbstbewusstsein nieder, als wir es für möglich halten. Beherzigst du die drei folgenden Tipps, wirst du schnell merken, wie du selbstbewusster durch den Tag gehst.

  1. Sich selbst belohnen – Klare Ziele sind für unser Selbstbewusstsein wichtig. Gönnen wir uns bei kleinen Erfolgen nicht hin und wieder eine Belohnung, werden uns Misserfolge sehr schnell deprimieren. Versuche daher, dich auf regelmäßiger Basis selbst zu belohnen.
  2. Lauter sprechen – Ähnlich wie unsere Körperhaltung hat auch unsere Stimme Einfluss auf unser Selbstwertgefühl. Trainierst du klar und laut zu sprechen, wirst du schnell merken, dass du dich in unterschiedlichen Situationen deutlich selbstbewusster fühlst.
  3. Lächeln trainieren – Wer mit einem Lächeln auf den Lippen durch den Tag schreitet, versüßt nicht nur anderen das Leben. Vielmehr wirkt sich ein Lächeln auch positiv auf unsere Psyche aus. So konnte der Forscher Fritz Strack zeigen, dass selbst ein gezwungenes Lächeln – die Studienteilnehmer mussten einen Stift zwischen die Lippen nehmen, um ein künstliches Lächeln zu erzwingen – zu einem stärkeren Wohlbefinden führt.

Selbstbewusster werden mit Bachblüten

Neben der Anwendung von Selbsthilfetipps, die in der Regel auf kognitiven Prozessen beruhen, ist es sehr empfehlenswert, auch seelische Prozesse in Gang zu setzen. Auf seelischer Ebene kann man mit Bachblüten das Selbstbewusstsein gezielt stärken und den Selbstwert ohne komplizierte psychologische Übungen aufbauen – vorausgesetzt man lässt sich auf die Transformation ein und liebt sich selbst, egal, an welcher Stelle des Prozesses man sich befindet. Die wichtigste Blütenessenz, die bei geringem Selbstwert zum Einsatz kommt, ist die Bachblüte Larch.

Da jedoch wie bereits erwähnt, verschiedene Faktoren auf das Selbstwertgefühl Einfluss nehmen, lohnt es sich, aus allen 38 Bachblüten zusätzlich diejenigen hinzuzunehmen, deren Beschreibung am besten zu den eigenen Schwächen passt. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Schwächen eine Ursache oder eine Auswirkung des mangelnden Selbstbewusstseins sind – entscheidend ist deren spürbare Präsenz. Das kann zum Beispiel eine Ängstlichkeit bzw. eine spezifische Angst wie etwa Versagensangst sein, bei der die Bachblüte Mimulus angebracht ist. Vielfach neigen Menschen, die nicht selbstbewusst genug sind, um sich für ihre persönlichen Bedürfnisse einzusetzen, zu einem unterwürfigen Verhalten, dass mithilfe der Bachblüte Centaury korrigiert werden kann, die die Ich-Stärke fördern soll. Ebenfalls typsich ist eine leichte Beinflussbarkeit. Wer sich aufgrund einer unzureichenden Standhaftigkeit durch die Meinungen anderer von seinen eigenen Zielen abbringen lässt, sollte die Bachblüte Walnut einnehmen.

Ebenso lässt sich bei geringem Selbstbewusstsein häufig die Tendenz beobachten, dass die Betroffenen sich schnell entmutigen lassen und zur Sicherheit stets das Negative und Schlechte sehen anstelle des Positiven und Guten. Um sich das Leben nicht dementsprechend mit Zweifeln zu erschweren und in schwierigen Situationen nicht frustriert aufzugeben, kann man zur Bachblüte Gentian greifen. Und wer Probleme damit hat, zu seinen Gefühlen zu stehen und diese ehrlich zu kommunizieren, kann hervorgagend mit der Bachblüte Agrimony arbeiten, um alle Facetten des Lebens zu erlauben und zu genießen, anstatt sich hinter einer Fassade einer vermeintlichen Sorglosigkeit verstecken zu müssen. Denn Selbstbewusstsein kann nur dann aufkommen, wenn man aufhört, sein wahres Ich zu verstecken. Falls ein seelisches Trauma die Stärkung des Selbstbewusstseins blockiert, ist auf jeden Fall eine Kombination mit der Bachblüte Star of Bethlehem vonnöten.

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