Bachblüten Auswahl

Die Auswahl passender Bachblüten

Die Bachblüten Auswahl ist das wichtigste Kriterium für eine erfolgreiche Bachblütentherapie. Die einzelnen Bachblütenmittel enthalten spezifische Botschaften für die Seele. Diese lassen sich mit Antworten vergleichen, die nur dann einen Sinn ergeben, wenn sie zur Frage der Seele passen. Natürlich könnte man alle 38 Bachblüten der Reihe nach ausprobieren bis man eine Veränderung spürt, doch wäre das sicher nicht die intelligenteste Lösung.

Etliche Personen neigen zu Beginn ihrer Arbeit mit Bachblüten zu der Vorannahme, alle Essenzen zu benötigen. Sie haben das Gefühl, sich in allen Beschreibungen wiederzufinden. Sich eine Mischung aus allen Nummern zuzubereiten und zu hoffen, so alle seelischen Konflikte in einem Zuge zu lösen, funktioniert jedoch nicht. Bach selbst wurde schon mit dieser Vorstellung konfrontiert und machte einen derartigen Test, der nicht von Erfolg gekrönt war. Nähere Erläuterungen zu diesem Sachverhalt lesen Sie im Artikel zur Bachblüten Wirkung.

Machen Sie eine Bestandsaufnahme Ihrer Ist-Situation

Der erste Schritt, um die geeigneten Bachblüten auszuwählen, sollte immer darin bestehen, sich bewusst mit der Thematik zu beschäftigen, die einen veranlasst, überhaupt zu Bachblüten zu greifen. Das kann eine akute Angelegenheit sein oder ein chronisches Problem, mit dem man sich schon seit geraumer Zeit herumschlägt.

Jeder Mensch hat zudem gewisse Hauptthemen, die sich die Seele für diese Inkarnation ausgesucht hat. Dies sind seine wichtigsten Lernaufgaben, mit denen er sich wieder und wieder konfrontiert sieht, bis er die darin verborgene Lektion gelernt und integriert hat. So kann sich eine Person immerzu in Partner verlieben, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten und doch jedes Mal im Laufe der Beziehung im Endeffekt zu einer Vater- bzw. Mutterfigur mutieren. Oder man gerät jedes Mal an einen Chef, der einem zu viel abverlangt, egal wie sehr man sich anstrengt oder wie oft man den Arbeitsplatz wechselt. Sollten Sie mehrere Baustellen haben, bei denen es Zeit wird, quasi die Bauleitung zu übernehmen, sollten Sie unbedingt auch folgenden Ratgeber-Beitrag lesen: Bachblüten Anwendung.

Wenn man sich sein Thema nicht klar und deutlich vor Augen führt, kann man in der Regel nicht erkennen, welche Blüten man tatsächlich braucht und fühlt sich irgendwie zu allen oder zu keiner hingezogen. Mit einer Bachblüten-Liste zu arbeiten, hilft nur, wenn man genau weiß, wonach man suchen soll. Sonst wird man von der Fülle an Informationen überwältigt oder entscheidet sich vorschnell für ein Mittel, dass einen ähnlichen Zustand beschreibt, aber nicht den tatsächlichen. Solche Listen eignen sich lediglich als Orientierungshilfe für die eigene Auswahl.

Wenn Sie beispielsweise frustriert sind über ihr eigenes aggressives Verhalten, suchen unter Umständen nach einem Mittel gegen Aggression, dabei mag es in erster Linie um die Frustration gehen, unter der sie leiden und deshalb aggressiv werden. Außerdem kann eine unzureichende Bestandsaufnahme dazu führen, dass sie im Eifer des Gefechts bei der Auswahl einen Aspekt übersehen, den Sie mitberücksichtigen müssten, um überhaupt eine Veränderung zu spüren. Vielleicht sind Sie ja in erster Linie traurig, doch haben sich schon so an die Traurigkeit gewöhnt, dass Sie sie gar nicht mehr bei der Auswahl berücksichtigen, weil sie so normal für Sie erscheint. Wenn Sie sich nun mit sich beschäftigen, merken Sie, dass Sie traurig sind und Aggression und Frustration irgendwie in den Hintergrund treten sind oder gar wie von selbst verschwinden, wenn Sie der Trauer wieder Raum geben.

Nehmen Sie sich Zeit für die Erforschung Ihrer Umstände, und haben Sie Spaß daran. Dies ist keine Strafarbeit sondern der erste Schritt hin zu mehr Lebensfreude und Ausgeglichenheit. Nähern Sie sich Ihren Problemen mit Neugierde und Aufgeschlossenheit. Angst ist ein schlechter Berater. Und seien Sie stets ehrlich zu sich selbst. Was Sie bei dieser Arbeit über sich herausfinden, muss niemand erfahren. Um der Wahrheit auf den Grund zu kommen, ist es wichtig, dass Sie ganz bei sich sind. Psychologoen sprechen in diesem Zusammenhang von Selbstaufmerksamkeit. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass wir näher an der Wahrheit bleiben, wenn die Aufmerksamkeit auf das eigene Ich gerichtet ist. Ein einfacher Trick, um objektive Selbstaufmerksamkeit zu erzeugen, ist ein Blick in den Spiegel. Falls Sie bei der Beschäftigung mit Ihren Heruasforderungen spüren, dass Sie an ihre Belastungsgrenze kommen, suchen Sie sich bitte auf jeden Fall professionelle Hilfe. Auf jeden Fall sollten Sie nichts verdrängen oder beschönigen – dafür ist das Leben zu kostbar.

Der beste Weg besteht darin, alles aufzuschreiben, was Ihnen in Bezug auf Ihr Thema in den Sinn kommt ohne etwas wegzulassen, weil es vielleicht im ersten Moment unwichtig oder unpassend erscheint. Das genaue Gegenteil kann bei näherem Hinsehen der Fall sein. Beurteilen oder analysieren Sie Nichts, sondern bleiben Sie ein wertfreier und neutraler Beobachter dessen, was in Ihrem Bewusstsein auftaucht. Diese Arbeit kann Ihnen kein Bachblüten-Berater abnehmen, weil niemand in Sie hineinschauen oder Gedankenlesen kann.

Stellen Sie Fragen zu Ihrer Situation

Nachdem Sie alles notiert haben, was in Ihrem Inneren gerade vor sich geht, kann es gut sein, dass Sie bereits eine gewisse Leichtigkeit verspüren, weil Sie alles rauslassen konnten, was Ihre Seele Sie hören lassen wollte. Denn jede Belastung ist eine Botschaft der Seele. Anschließend können sind Sie sich gezielt Fragen stellen, um Ihre Angelegenheit so zu betrachten, wie es für die Auswahl von Bachblüten sinnvoll ist.

Was fühle ich tatsächlich? Was denke ich vorrangig über mein Problem? Wie geht es mir bei diesen Gedanken und Gefühlen? Wie reagiere ich auf mein Problem? Welche Verhaltensmuster habe ich dies bezüglich entwickelt? Was will mir das alles sagen? Was möchte meine Seele daraus lernen? Womit begründe ich das Verhalten in meiner Situation? Für wie angemessen halte ich meine Reaktionen auf den Ist-Zustand? Mit welcher Gemütsstimmung steht mein Thema in Zusammenhang? Welche Fragen können mir noch helfen, meine Situation präzise zu ermitteln?

Seien Sie kreativ in Ihren Fragestellungen. Es geht darum, sich wirklich über Ihren aktuellen Gemütszustand im Klaren zu werden. Dieser bildet die Richtschnur für die Wahl der Mittel. Körperliche Beschwerden können Sie vollkommen außer Acht lassen. Wenn Sie erkrankt sind, fragen Sie sich, wie sich die Erkrankung auf Ihr Gemüt auswirkt und Ihr Denken, Fühlen und Handeln beeinflusst.

Wechseln Sie die Perspektive

Nachdem Sie Ihre Angelegenheit aus Ihrer Sicht betrachtet haben, sollten Sie noch einen Perspektivwechsel vornehmen. Jeder Mensch hat einen blinden Fleck, durch den er gewisse Dinge nicht sieht. Die in diesem Bereich liegenden Fragen und Antworten können Sie nicht berücksichtigen, weil Sie sie eben nicht sehen. Daher lohnt es sich, Ihre Welt einmal aus den Augen anderer Menschen zu betrachten. Denken Sie nicht bloß darüber nach, was Ihr Partner, Ihre Eltern, Ihre Freunde, ein Psychologe, ein Coach oder ein Guru dazu sagen würden, sondern schlüpfen Sie in deren Rolle. Setzen Sie sich dafür z. B. an einen anderen Platz, und werden Sie zu dieser anderen Person, die Ihnen helfen könnte. Sitzen Sie wie ein Guru, denken Sie wie ein Coach bzw. sprechen Sie wie ein Psychologe. Werden Sie zu Ihrem Gegenüber. So können Sie sich am besten von außen betrachten.

Natürlich lohnt es sich auch, mit anderen Menschen über Ihre Situation zu sprechen, weil die Fremdwahrnehmung immer anders ist als die Selbstwahrnehmung. Schätzen Sie sich glücklich, wenn Sie Menschen haben, mit denen Sie offen über alles reden können, und hören Sie sich deren Kommentare dankbar an. Hören Sie aktiv zu, ohne ein: „Ja, ich weiß“ oder „Ja, aber“. Sie brauchen nichts als Ihre Wahrheit anzunehmen und können von der Perspektive anderer nur profitieren, sofern Sie damit Ihr Blickfeld erweitern. Falls Ihre Umwelt darin übereinstimmt, dass Sie zu aufopfernd sind, mag da etwas dran sein, auch wenn Sie sich selbst nur als mitfühlend bezeichnen würden. Diese Vorgehensweise ist besonders empfehlenswert, wenn Sie nicht an vorübergehenden Stimmungen arbeiten sondern an tieferliegenden Charakterschwächen.

Bringen Sie Ihre Erkenntnisse auf den Punkt

Suchen Sie zum Abschluss nach dem roten Faden, der sich durch all Ihre Erkenntnisse zieht. Filtern Sie die Informationen, bis die Essenz übrig bleibt, die sich richtig für sie anfühlt. Vertrauen Sie dabei Ihrer Intuition. Vielleicht bleiben am Ende noch ein oder zwei Aspekte, die Ihr Problem erschöpfend zusammenfassen, z.B. dass Sie im Grunde Ihre wahren Gefühle hinter einer lächelnden Maske verstecken (Bachblüte Agrimony) und im Grunde gar nicht wissen, welche Richtung Sie im Leben einschlagen sollen (Bachblüte Wild Oat). Vielleicht haben Sie aber auch sieben oder acht Punkte, die mit Ihrem Problem in Verbindung stehen. Beides ist vollkommen in Ordnung. Sollten Sie jedoch am Ende noch mehr als neun Essenzen für erforderlich halten, reduzieren Sie diese Anzahl, indem Sie sich auf die Mittel beschränken, deren Merkmale bei Ihnen gegenwärtig am deutlichsten bzw. am unangenehmsten auffallen.

Selbstverständlich verbirgt Jeder mal, was er wirklich fühlt, oder ist sich nicht sicher, was er im Leben eigentlich will, um bei dem oben genannten Beispiel zu bleiben. Das ist kein Grund, sich Sorgen zu machen und sofort ein seelisches Ungleichgewicht dort hinein zu interpretieren. Doch wenn Sie erkennen, dass genau diese Eigenschaften Sie einschränken, dann können Sie mit der Wahl der Bachblüten Agrimony und Wild Oat die erforderlichen Eigenschaften, nämlich die eigenen Gefühle aufrichtig zu kommunizieren und dem Ruf der Seele zu folgen, optimal entwickeln.

Selbsterkenntnis ist nicht immer einfach

„38 unterschiedliche, einfach beschriebene Gemütszustände: es sollte keine Schwierigkeiten machen, für sich selbst oder andere den oder die vorliegenden Zustände herauszufinden, um so in der Lage zu sein, die zur Heilung nötigen Mittel zu geben“, schrieb Bach in seinem Werk „Die 12 Heiler“. Offenbar war seine überragende Menschenkenntnis für ihn so natürlich und selbstverständlich, dass er sie auch von anderen erwartete. Die Realität sieht jedoch häufig anders aus.

Wer beginnt, die Bachblütentherapie in sein Leben zu integrieren, kommt häufig nicht über allgemeine Beschreibungen wie: es geht mir schlecht, ich habe Angst, ich fühle mich unsicher oder ich bin verzweifelt hinaus. Das reicht selbstverständlich nicht immer aus für eine genaue Wahl der Mittel. Deshalb wird hier empfohlen, bei der Bestimmung der geeigneten Mittel möglichst allumfassend vorzugehen. Schließlich geht es bei der Bachblütentherapie nicht darum, Probleme wegzuzaubern, sondern zurück zu finden auf seinen Seelenweg bzw. auf den Weg der Einheit. Je mehr Sie sich mit Ihren Gemütszuständen beschäftigen, desto mehr können Sie daraus lernen und desto leichter wird es Ihnen folglich fallen, auf dem richtigen Weg zu bleiben, der zu Ihrem persönlichen Glück führt.

Da die bewusste Lernerfahrung ein zentraler Bestandteil der Bachblütentherapie ist, ist dieser Prozess der intensiven Auseinandersetzung unumgänglich, sofern Sie ohne einen Bachblüten-Therapeuten arbeiten. Leider wird dieser Aspekt in vielen Ratgebern, die eine einfache Mittelauswahl propagieren, nicht deutlich genug gemacht. Wer seine Lektion nicht lernt, wird mit Bachblüten nicht den gewünschten Erfolg haben. Außerdem ist die Erforschung der Gefühlsmerkmale erforderlich, um bei ähnlichen Mitteln das passendere zu finden und die Ursache sogenannter Sekundäremotionen zu ergründen. Dabei handelt es sich um Emotionen, die sich nicht eindeutig einer Bachblüte zuordnen lassen. Das beste Beispiel dafür ist Wut. Wut wird zwar gerne der Bachblüte Holly zugeschrieben, allerdings kann z. B. auch eine Impatiens Thematik dahinterstehen, wenn eine Person immer wütend wird, wenn sie warten muss oder die Dinge nicht so schnell gehen wie gewünscht.

Alternative Methoden zur Auswahl der Blüten

Die Selbstexploration ist mit Sicherheit die günstigste Methode, um die richtigen Mittel zu eruieren. Denn in diesem Prozess begegnen sich Seele und Verstand. Außerdem sind Sie sich Ihrer Gemütsregungen bewusst, so dass Sie am deutlichsten spüren, wann Sie ein bestimmtes Mittel nicht mehr benötigen, und somit wissen, dass nun evtl. ein anderes angezeigt ist.

Dennoch ist es auch völlig in Ordnung, den Seelenhelfern auf andere Weise nähern zu kommen, sofern die Auswahl am Ende für Sie stimmig ist. Weit verbreitet ist vor allem der kinesiologische Muskeltest. Dabei handelt es sich um einen Bio-Feedback Mechanismus, bei dem Sie von Ihrem Unterbewusstsein Antworten auf geschlossene Fragen in Form von muskulären Spannungszuständen bekommen. Dafür bittet man sein Unterbewusstsein, Kontakt mit der Seele herstellen, und fragt dann, ob man ein bestimmtes Blütenmittel benötigt. Man kann auf diese Weise auch die Dosierung und die Einnahmedauer austesten.

Ebenfalls häufig angewandt werden Pendel oder Einhandruten, sogenannte Tensoren. Diese eignen sich sowohl zur klassischen Befragung über das Unterbewusstsein wie bei der Kinesiologie als auch zur radiästhetisches Messung, bei der man mit den Schwingungen der Blütenessenzen arbeitet. Zum Auspendeln von Bachblüten kann man auch eine Pendeltafel mit allen Bachblüten anfertigen.

Bach spürte intuitiv, welche Pflanze eine geeignete Heilschwingung besitzt. Wer seiner Intuition vertraut, kann einfach spontan Bachblüten auswählen, z. B. über den Namen, ein Bild der Heilpflanzen oder das Ziehen von Bachblütenkarten. Wer ernsthaft mit Bachblüten arbeiten möchte, sollte sich unbedingt ein Bachblüten-Set kaufen. Darüber kann man wunderbar mit den Mitteln in Resonanz gehen, um mit etwas Erfahrung die richtigen Essenzen zu erspüren.

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