Bachblütenherapie für Hunde

Bachblüten wurden ursprünglich für Menschen entwickelt, um disharmonische Zustände der Seele zu regulieren. Da auch Hunde eine Seele besitzen, lag es nahe, dass im Laufe der über 80-jährigen Geschichte der Bachblütentherapie auch immer mehr Hundebesitzer und -therapeuten auf die Idee kamen, die Blütenmittel bei den Zottelschnauzen einzusetzen. Und der Erfolg in der Praxis bestätigt immer wieder, dass die Anwendung sowohl als Mono- als auch als Begleittherapie sehr sinnvoll und hilfreich sein, insbesondere bei verhaltensauffälligen Hunden und in besonderen Stress- und Ausnahmesituationen.

In der Regel reagieren Hunde sogar besser bzw. schneller auf eine Bachblütentherapie als Menschen, da ihre Verbindung zur Seele nicht wie beim Menschen durch ein Ego unterbrochen wird. Hunde haben keinen logischen Verstand, um die Wirksamkeit zu hinterfragen oder durch Fixierung auf ein bestimmtes Ergebnis zu blockieren. So gelten Bachblüten aus der Sicht vieler Tierheilpraktiker insbesondere als sehr effektive Beruhigungsmittel für Hunde, sofern diese richtig ausgewählt und verabreicht werden. Denn wie bei Menschen hängt der Behandlungserfolg maßgeblich von der Mittelauswahl ab.

Spezielle Bachblüten für Hunde gibt es nicht. Es kommen die gleichen 38 Mittel zum Einsatz, die auch für Menschen bestimmt sind. Dazu werden die Charaktereigenschaften, die den verschiedenen Bachblüten zugeordnet sind, auf den Charakter von Hunden übertragen, um so die passenden Blütenessenzen zu finden. Auch bei Hunden geht es also darum, den Seelenzustand als wahre Ursache für Probleme möglichst präzise zu erfassen, um den größtmöglichen Therapieerfolg zu erreichen.

Möglichkeiten und Grenzen von Bachblüten für Hunde

Wie auch bei Menschen gilt zunächst einmal, dass mit Bachblüten keine körperlichen Krankheiten und Beschwerden behandelt werden, sondern ausschließlich seelische Aspekte. Denn Dr. Edward Bach als Entwickler dieser Therapiemethode war der festen Überzeugung, dass jeder manifesten Erkrankung ein negativer Seelen- oder Gefühlszustand vorausgeht. Diese Grundannahme sollte bei einem verantwortungsvollen Einsatz stets berücksichtigt werden. Demnach ersetzen Bachblüten für Hunde ausdrücklich keine tierärztliche Behandlung bei körperlichen Beschwerden jedweder Art. Gleichzeitig darf jedoch durchaus in Betracht gezogen werden, dass bei Hunden ein noch weitaus engerer Zusammenhang zwischen seelischen Fehlhaltungen und körperlichen Störungen besteht als bei Menschen, da sich Hunde- bzw. Tierseelen im Allgemeinen hauptsächlich über den Körper erfahren und ausdrücken.

Das Hauptpotenzial liegt mit Sicherheit in der seelischen Wirkung bei Verhaltensproblemen. Bachblüten für Hunde mit Ängsten einzusetzen, hat zum Beispiel den Vorteil, dass man damit direkt auf den seelischen Ursprung einer Angst eingehen kann. Angst ist meist nur bedingt anerzogen und vielmehr eine Frage des persönlichen Wesens eines Hundes. Angst lässt sich nur schwer abtrainieren, und für den Hundehalter ist es nicht in jeder Situation aktiv mit seinem eigenen Verhalten möglich, dem Hund ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Auch kann man mit Hunden nicht über ihre Ängste reden, sodass ein harmonisierender Impuls mittels einer Bachblüte für viele Hundebesitzer eine reizvolle Alternative dazu darstellt, sich entweder mit der Ängstlichkeit zu arrangieren oder eine zeitaufwendige und kostspielige Behandlung durch einen Hundepsychologen durchzuführen. Ebenso gehört etwa auch das Thema Trauer, z. B. nach Verlust einer wichtigen Bezugsperson, gehört zum dem Themenkreis von Problemen, auf die sich nur schwer oder geringfügig auf konventionelle Weise einwirken lässt, wodurch Bachblüten vielfach sogar zum Mittel der ersten Wahl werden.

Erfahrungsgemäß sprechen Hunde besonders bei akuten psychischen Störungen gut auf Bachblüten an, sodass sich häufig bereits nach wenigen Tagen eine Verhaltensänderung zeigen kann. Je länger ein problematisches Verhalten bereits im Gehirn – oder aus holistischer Sicht: im System – eines Hundes gespeichert und damit gefestigt ist, desto schwieriger und langwieriger gestaltet sich der Einsatz jeglicher alternativmedizinischer Mittel. Diese Tatsache gilt also auch für die Homöopathie, rein energetische Behandlungsmaßnahmen wie geistige Tierheilung oder spirituelle Ansätze wie die intuitive Tierkommunikation zur Verhaltenskorrektur.

Bei allen positiven Erfahrungen mit Bachblüten für Hunde muss hier auch ganz deutlich auf die Grenzen dieser Behandlungsmethode hingewiesen werden. Vor allem bei aggressiven Hunden darf man sich nicht allein auf eine potenzielle Wirkung der Blütenessenzen verlassen. Solange beispielsweise ein Hundebesitzer nicht die gleiche Sprache spricht wie der Hund und sich klar als Rudelführer positioniert, wird sich ein auffällig dominanter Hund auch nach langfristiger Verabreichung von Bachblüten garantiert nicht unterwerfen. In solchen Fällen sind definitiv andere Maßnahmen erforderlich. Ein falscher Umgang mit dem Hund oder eine nicht artgerechte Tierhaltung lassen sich durch eine Bachblütentherapie nicht kompensieren. Mit anderen Worten: Hier ist das Problem beim Hundehalter zu suchen und nicht beim Hund.

Genetisch bedingte Verhaltensweisen sind bei realistischer Betrachtung als therapieresistent einzustufen. D. h. art- und rassetypisches Verhalten mag für den Besitzer störend sein, ist aber für den Hund völlig normal, sodass hier nur im absoluten Ausnahmefall eine gewünschte Verhaltensänderung eintritt, sofern das Verhalten nicht übertrieben ist. Ein Jagdhund ist ein Jagdhund. Allerdings sind die Grenzen zwischen normalem und übertriebenem Verhalten fließend, sodass es sich immer lohnt, entsprechende Bachblüten auszuprobieren. Schaden kann man dem Hund damit nicht. Auch durch Überzüchtung entstandene Charakterfehler lassen sich mit Bachblüten nur selten korrigieren, wobei in derartigen Fällen unter Berücksichtigung der seelenspezifischen Theorie, die der Bachblütentherapie zugrunde liegt, für ganzheitlich orientierte Bachblüten Berater eine Besserung denkbar ist. Selbst wenn man positive Effekte erzielt, sind diese meist nicht dauerhaft und klingen spätestens nach Absetzen der Bachblüten wieder ab.

Hilfe, mein Hund ist aggressiv!

Wenn ein Hund aggressiv reagiert, stehen wir oft hilflos daneben und erkennen das geliebte Tier nicht wieder. Der Gesichtsausdruck, die gesamte Körpersprache und das Verhalten ändern sich abrupt und versetzen die Umstehenden in Angst und Schrecken. Der eine Hund ist aggressiv an der Leine, der andere Hund reagiert aggressiv auf andere Hunde – am beunruhigendsten ist es jedoch, wenn der eigene Hund aggressiv gegen Menschen ist.

Für den Hund selbst ist aggressives Verhalten nicht gleichbedeutend mit böse. Es ist eine natürliche Form der tierischen Kommunikation. Über Aggressionen kann ein Hund auf die Umgebung Einfluss zu nehmen und sie kontrollieren. So werden beispielsweise Hierarchien geklärt – im Idealfall, ohne dass dabei Blut fließt!

Im Zusammenleben von Tier und Mensch jedoch kann ein aggressiver Hund zu einem ernsthaften Problem werden. Im folgenden Artikel wird Aggression bei Hunden erklärt. Sie finden zudem Hinweise, wie Sie mit solchem Verhalten umgehen und ihm effektiv entgegen wirken können.

Aggressive Verhaltensweisen

Aggressives Verhalten bei Hunden ist auch für den Menschen eindeutig erkennbar. Dazu muss der Hund nicht erst beißen – verlassen Sie sich ruhig auf Ihr Gespür! Schon die subtilen Warnsignale, die ein Hund vor der eigentlichen Aggression aussendet, lösen bei uns Beklemmung aus.

Bei genauer Beobachtung Ihres Tieres werden Sie folgende Aggressions-Signale teilweise oder vollständig erkennen können. Der Hund:

  • knurrt
  • fletscht die Zähne
  • stellt das Nackenhaar auf
  • ist durch Menschen oder andere Hunde leicht erregbar
  • wirkt feindselig, wütend, angriffslustig
  • reagiert eifersüchtig
  • zerrt an der Leine
  • zerstört sein Spielzeug oder Gegenstände
  • ist hektisch und überdreht
  • agiert zielgerichtet aggressiv gegen ungewollte Personen oder Tiere
  • bellt, schnappt, beißt

Formen und Gründe von aggressivem Verhalten

Hunde, die Aggression zeigen, wollen ihr Gegenüber nicht zwangsläufig verletzen oder gar töten. Häufig geht das Aufeinanderprallen von zwei oder mehreren Hunden sogar ohne Schrammen aus. Das Ringen um Macht unterliegt klaren Regeln. Knurren und Zähnefletschen sind eine Sprache, die Hunde nur zu gut verstehen. Auch Hundebesitzer sollten um ihre Bedeutung wissen.

Im natürlichen Umfeld unter Hunden gibt es vier verschiedene Auslöser für aggressives Verhalten:

  1. Selbstverteidigung: Fühlt sich ein Hund bedrängt, kann er sein körperliches Wohl mit aggressivem Verhalten sichern.
  2. Angst: kann Aggressionen auslösen. Rennt ein ängstlicher Hund nicht weg, versucht er, über Aggression der Situation Herr zu werden.
  3. Schutz: Aggression hat zudem eine Schutzfunktion. Egal ob es sich um einen Welpen oder ein Familienmitglied handelt – wenn diese aus Sicht des Hundes bedroht werden, schützt sie vor Feinden.
  4. Jagd & Futterverteidigung: Der Hund stammt vom Wolf ab und hat – trotz aller Domestizierung – seine Jagdinstinkte über Jahrtausende bewahrt! Letztendlich können auch die Jagd und das Verteidigen von Futter zu aggressivem Verhalten führen.

Im Umgang mit Menschen gibt es jedoch noch andere Auslöser für Aggressionen. Hier können die

  1. Sozialisierung des Hundes in einem aggressiven und/oder bedrohlichen Umfeld,
  2. Haltungsbedingungen, die Stress auslösen und
  3. Lernerfahrungen, die aggressives Verhalten belohnen,

dauerhaft aggressive Hunde hervorbringen. Dies liegt dann jedoch in der Verantwortung des Hundehalters!

Nicht zuletzt kann Aggression allerdings auch organische Ursachen haben:

  1. Schmerzen: Oft reagieren Hunde bei der Berührung einer schmerzhaften Stelle mit Knurren oder Schnappen. Dies ist jedoch keine Verhaltensstörung, sondern eine normale Abwehrreaktion auf den Schmerz.
  2. krankhafte Verhaltensänderung: Bei einigen Erkrankungen der Leber oder Schilddrüse. können Giftstoffe ins Hirn des betroffenen Hundes gelangen, die Verhaltensänderungen bis hin zur Aggressivität auslösen.
  3. zu eiweißhaltiges Futter: Eine unausgewogene Ernährung mit zu hohem Proteinanteil kann zu überschießender Energie führen, welche manche Hunde als Aggression ausleben.

Bei dauerhaft oder plötzlich aggressiven Hunden sollten mögliche organische Ursachen also immer vom Tierarzt abgeklärt werden.

Was kann ich mit meinem aggressiven Hund tun?

Beobachten Sie Ihren Hund genau. Wichtig ist, dass Sie schnell die Ursachen für das aggressive Verhalten Ihres Hundes klären. War es ein einmaliger Vorfall? Was hat ihn ausgelöst? Wiederholt Ihr Hund diese Verhaltensweisen? Wird er von Mal zu Mal aggressiver? Das Wissen um die Ursachen bringt Sie der Entwicklung einer adäquaten Gegenstrategie um Vieles näher.

Wahl einer geeigneten Rasse & artgerechte Haltung

Agressionsprävention beginnt bereits bei der Anschaffung des Hundes – egal ob als Welpe vom Züchter oder als erwachsener Hund vom Vorbesitzer oder aus dem Tierheim. In jedem Fall sollte man sich gut über die Rasse und deren Bedürfnisse informieren und überlegen, ob man diese langfristig erfüllen kann.

So gehören beispielsweise sehr aktive Hunde, die ständig gefordert sein wollen, nicht in einen ruhigen Haushalt, in dem sie nicht ausgelastet sind und kaum Auslauf haben. Die gute Passung von Hund & Halter fördert die artgerechte Haltung des vierbeinigen Hausgenossen und kann langfristig Aggressionen beim Hund verhindern.

Grundsätzlich gilt: Widmen Sie Ihrem Hund immer ausreichend Zeit, halten Sie ihn artgerecht und vermeiden Sie stressige Situationen. Der tägliche Auslauf ist das beste Mittel für einen ausgeglichenen Hund.

Erziehung im Welpenalter

Mit der richtigen Erziehung kann schon im Welpenalter aggressivem Verhalten vorgebeugt werden. Wichtig ist dabei eine umfangreiche Sozialisation mit anderen Hunden und Menschen. Setzen Sie den neuen Hausgenossen verschiedenen Situationen aus und bereiten Sie ihn insbesondere auf stressige Situationen, bspw. in belebten Straßen, öffentlichen Verkehrsmitteln u.ä. vor. Spielerisch kann der kleine Hund dabei Selbstkontrolle und Beißkontrolle erlernen.

Nachdrückliches Eingreifen als Hundehalter

Sollte Ihr Hund trotz allem aggressiv reagieren, müssen Sie als Besitzer – und damit Rudelchef! – sofort klare Grenzen setzen: Aggressives Verhalten zu ignorieren wirkt wie eine Belohnung und kann zur Wiederholung führen.

Bleiben Sie ruhig und strahlen Sie Dominanz aus: Eine überzeugende Führungsrolle Ihrerseits gibt dem Hund Sicherheit und Halt. Beachten Sie dabei die Rangordnung. Ihrem Hund ebenso wie einem fremden, aggressiven Hund muss klar sein, dass Sie das Alphatier sind. Körperliche Strafen dagegen führen nicht weiter, sondern können die Situation nur noch verschlimmern.

Bei psychisch gestörten und dauerhaft aggressiven Hunden sollten Sie auf jeden Fall auch einen Experten hinzu ziehen.

Unterstützende Behandlung mit Bachblüten

Ist Ihr Hund dauerhaft aggressiv, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass er seelisch aus dem Gleichgewicht gekommen ist – bspw. durch Stress, negative Erfahrungen o.ä. Hier können Bachblüten helfen!

Bachblüten wirken auf das Gemüt Ihres Tieres: sie wirken auf die seelische Gleichgewichtsstörung, die dem aggressiven Verhalten zugrundeliegt und unterstützen die Entwicklung einer positiven Verhaltensänderung.

Welche Bachblüten bei aggressivem gut wirken und die Erziehung Ihres Hundes unterstützen, wird im Folgenden erläutert:

  • Holly (Nr. 15): Die Gabe von Holly ist allgemein bei aggressivem Verhalten angesagt. Sie hilft bei gefährlichen und bissigen Tieren und gleicht Eifersucht, vor allem auf Babys, aus. Holly ist sozusagen das Mittel schlechthin bei Aggression, unabhängig von der Ursache dieses Verhaltens.

Wenn Sie jedoch auch den Grund oder Auslöser für die Überreaktion Ihres Hundes kennen, können Sie dementsprechend noch andere Mittel geben. Dazu zählen:

  • Beech (Nr.3): Erträgt Ihr Hund andere Tiere oder Menschen nicht oder reagiert immer wieder intolerant bestimmten Situationen gegenüber? Dann können Sie unterstützend Beech geben. Diese Bachblüte hat auch eine positive Wirkung, wenn das aggressive Verhalten des Tieres einem zu großen Beschützerinstinkt entspringt.
  • Impatiens (Nr. 18) & Cherry Plum (Nr.16): Ist Ihr vierbeiniger Freund unausgeglichen, muss ständig aktiv sein, wirkt hektisch, ungeduldig und nervös und reagiert aus diesem Überschuss an Energie heraus aggressiv? Dann kann Impatiens ausgleichend wirken. Führen Temperamentausbrüche und Kontrollverlust zur Aggressivität, die auch selbstverletzend sein kann, wirkt Cherry Plum
  • Mimulus (Nr. 20), Rock Rose (Nr. 26), Aspen (Nr.2) & Star of Bethlehem (Nr. 29): All diese Bachblüten harmonisieren aggressives Verhalten, das von Ängsten ausgelöst wird. Entspringt die aggressive Übersprungshandlung Ihres Hundes einer konkreten Angst vor bestimmten Situationen wie Tierarzt oder Gewitter, kann Mimulus Panisch reagierende Tiere, die akute Angst ausstehen und sich in Ausnahmesituationen dann aggressiv verhalten, kann Rock Rose verabreicht werden. Hat Ihr Hund unerklärliche Ängste und reagiert aggressiv, weil er sich ohne Grund erschreckt, können Sie ihm Aspen geben. Entsteht die Aggression aus dem Trauma von Misshandlung, Aussetzen oder anderen Schocksituationen, empfiehlt sich Star of Bethlehem.

Versuchen Sie selbst, in sich ruhend und bestimmt Ihrem Hund Halt und Sicherheit zu geben. Ein ausgeglichenes Umfeld ist das Wichtigste bei der Beruhigung aggressiven Verhaltens. Ist Ihnen das nicht möglich, weil die Aggressivität Ihres Hundes Sie selbst aus dem Gleichgewicht bringt, können auch Sie selbstverständlich unterstützend Bachblüten einnehmen, damit Sie und Ihr Tier wieder wie ein Team und in Harmonie funktionieren.   

Hilfe, mein Hund bellt ständig!

Kennen Sie das auch? Egal, ob jemand vorbeikommt, ein anderer Hund in der Nähe ist oder draußen vor der Tür auch nur das kleinste Geräusch ertönt – Ihr Hund bellt andauernd. Er ist schon heiser vom vielen Bellen und hört trotzdem nicht auf. Viele sind genervt, wenn der Hund bellt, wenn es klingelt oder wenn ihr Hund Besucher anbellt. Ärgerlich ist auch, wenn der Hund nachts bellt oder der Hund andere Hunde anbellt. Manchmal hat man das Gefühl, der Hund bellt einfach alles an. Was Ihre Nerven strapaziert, ist auch anstrengend für den Hund. Auch wenn Bellen eine natürliche Form der tierischen Kommunikation ist, zeugt übermäßiges Bellen doch von einem Hund, dessen Aufmerksamkeit nie nachlassen kann und der beständig Achtung von seiner Umwelt fordert. Das bedeutet Stress pur für alle Beteiligten. Wir erklären Ihnen im folgenden Artikel, wieso Ihr Hund so viel bellt und was Sie dagegen tun können – sowohl in Sachen Erziehung als auch mithilfe von Bachblüten.

Warum bellen Hunde?

Im Vergleich zu uns Menschen ist die Bandbreite der Kommunikation bei Hunden eingeschränkter: Sie können knurren, jaulen, bellen, Zähne fletschen, mit dem Schwanz wedeln und uns eventuell mit der Schnauze anstupsen, wenn sie etwas wollen. Nur so erhalten sie Aufmerksamkeit und können Gefühle ausdrücken. Natürliches Bellen gehört zur Hundekommunikation genauso dazu wie Schwanzwedeln. Es dient in erster Linie dazu, Aufmerksamkeit hervorzurufen oder zu warnen. Fühlt sich ein Hund bedroht, hilft Bellen dem Tier zudem dabei, sich groß und stark zu machen.

Einige Hunderassen bellen häufiger als andere. Vor allem Hunde mit starkem Wach- oder Hütetrieb gehören dazu. Auch Tiere mit hohem Bewegungsdrang sind oft „gesprächiger“ als andere Hunde. Zu den Rassen, die zum Bellen neigen, zählen Jack Russel Terrier, Schäferhunde, Mopse und Spitze. Eines der ruhigsten Tiere dagegen ist der Labrador.

Ursachen von übermäßigem Bellen

Bellt ein Hund mehr als normal, stecken oft andere als natürliche Ursachen dahinter.

  • territoriales Verhalten: Das territoriale Verhalten ist eine natürliche Verhaltensweise des Hundes. Kommen Fremde am Gartenzaun entlang oder der Postbote ins Haus, bellt der Hund und markiert so sein Territorium und das seiner Familie. Gehen die Leute weiter, hat er sie aus seiner Sicht mit seinem Bellen in die Flucht geschlagen und Erfolg gehabt.
  • Schutztrieb: Der Schutztrieb ist unmittelbar mit dem territorialen Verhalten verknüpft. Bellen aus Wachsamkeit ist oft rassebedingt oder an Erfahrungen gekoppelt, die das Tier gemacht hat. Bellt der Hund bei jedem Geräusch im Haus, liegt es möglicherweise an seinem Trieb, das Herrchen zu beschützen – vor allem dann, wenn er das Herrchen selbst als unsicher erlebt.
  • Langeweile: Langeweile kommt im natürlichen Umfeld des Hundes eigentlich nie auf. Dafür umso mehr in kleinen Wohnungen, mit zu wenig Auslauf, bei ständigem Alleinsein und zu wenig Beschäftigung. Vor allem temperamentvolle Hunde nutzen dann zwanghaftes Bellen als Ventil für ihre Frustration. Dann ist das Bellen Ablenkung und Belohnung zugleich.
    • Angst und Unsicherheit: Die wohl häufigste Ursache für ständiges Bellen liegen in Angst und Unsicherheit. Stark verunsicherte Hund rennen lautstark bellend auf andere Hunde, Radfahrer und unheimliche Dinge wie Statuen zu. Sie machen sich durch Bellen und Bewegung groß und stark und warnen die gesamte Umwelt. Solche Angst entsteht häufig, wenn auch der Besitzer verunsichert ist oder eine klare Linie fehlen lässt. Auch bei Verlustangst bellen Hunde. Wenn Sie das Haus verlassen, ohne Ihrem Hund die Sicherheit zu geben, dass Sie zurückkommen, wird er anfangen zu bellen, sobald er sich allein fühlt. Von Ihnen erhält er sein Fressen und wenn Sie außer Sichtweite sind, bekommt er Verlustängste.

    Was kann ich mit meinem bellenden Hund tun?

    Kaum jemand möchte Ärger mit den Nachbarn oder gar eine Verwarnung der Hausverwaltung, weil andauernd der Hund bellt. Leider wird auch jeder Spaziergang zur Qual, wenn alle vorbeikommenden Hunde oder Radfahrer angekläfft werden. Sie haben mehrere Möglichkeiten, in diesem Falle etwas für Ihren Hund und sich selbst zu tun. Wichtig ist, Ihr Tier genau zu beobachten. Denn wer die Ursachen für ständiges Bellen kennt, ist auch der Lösung viele Schritte näher.

    Prävention

    Wenn Sie sich einen Hund zulegen möchten, achten Sie sorgfältig auf die Rasse. Wählen Sie artgerecht je nach Ihrem Umfeld und der Zeit, die Sie dem Tier widmen können. In einer kleinen Stadtwohnung sind Wachhunde wie der Schäferhund oder ein immer aktiver Jagdhund zumeist fehl am Platz. Beugen Sie Ärger vor, indem Sie sich vorher über die natürlichen Verhaltensweisen des Hundes informieren.

    Schon im Welpenalter können Sie Ihrem Hund mit ruhiger Führung Sicherheit geben. Spielerisch kann er gut sozialisiert werden. Dabei ist es gut, dass er möglichst viele Situationen und Orte kennenlernt. Wenn Sie ihm dabei als „Alphatier“ signalisieren, dass hier keine Gefahr droht, wird er später nur in Ausnahmefällen mit Bellen reagieren.

    Eingreifen als Hundehalter

    Grundsätzlich gilt: Strafen Sie nicht mit Schlägen, Aussperren oder Elektro-Halsbändern, wenn Ihr Hund übermäßig bellt. Das sollte zwar selbstverständlich sein, aber genervte Besitzer greifen auch mal zu Methoden, die weder dem Hund noch im ihnen selber guttun.

    Am wichtigsten ist, dass Sie Ihrem Hund ein Gefühl von Sicherheit geben. Mangelndes Vertrauen in Sie als Bezugsperson ruft nicht nur Angstbellen hervor, sondern auch das Bellen aus Wachsamkeit und zur Verteidigung des Territoriums – denn Ihr Hund will Sie beschützen und fühlt sich nicht von Ihnen beschützt.

    Ein Gefühl von Sicherheit erreichen Sie mit klarem Auftreten. Am schnellsten lernt das Tier, wenn Sie es für Gehorsam loben. Nutzen Sie beispielsweise das Wort „Aus“, damit Ihr Hund aufhört zu bellen – danach sollte immer intensives Loben und Streicheln folgen, sobald er gehorcht. Gerade Hunde, die aus Angst bellen, sollten in kleinen Etappen in neue Situationen eingeführt und Zeit bekommen zu lernen, dass hier keine Gefahr droht.

    So unterschiedlich die Gründe für häufiges Bellen sind, so unterschiedlich sind auch die Trainingsmöglichkeiten, damit Ihr Hund lernt, nur noch in Ausnahmefällen Bescheid zu geben. Sie können sich dafür einen speziellen Trainingsplan aufstellen und Ihr Training zusätzlich durch die Gabe von Bachblüten unterstützen. Näheres erfahren Sie im folgenden Kapitel.

    Unterstützende Behandlung mit Bachblüten

    Da häufiges Bellen mit bestimmten Gemütszuständen – in den meisten Fällen Angst und Unsicherheit – einhergeht, empfiehlt sich die Gabe von Bachblüten. Sie harmonisieren den Seelenzustand Ihres Tieres – denn das Bellen stresst nicht nur Sie, sondern auch Ihren geliebten Vierbeiner. Auch hier gilt, je nach Ursache für zwanghaftes Bellen können Sie aus verschiedenen Bachblüten wählen.

    • Chicory (Nr. 8): Ihr Hund bellt, um vollste Aufmerksamkeit zu fordern und ist besitzergreifend? Wenn er nicht teilen kann und alles für sich beansprucht und sein Territorium durch starkes Bellen markiert, wird die Gabe von Chicory empfohlen.
    • Mimulus (Nr. 20), Aspen (Nr. 2), Cerato (Nr. 5): Diese Bachblüten stehen in engem Zusammenhang mit Verhalten, das von Ängsten ausgelöst wird. Bellt Ihr Hund bei konkreter Angst, können Sie Mimulus geben. Erschrickt Ihr Hund jedoch leicht und ohne ersichtlichen Grund und bellt aufgrund unerklärlicher Ängste, empfiehlt sich die Gabe von Aspen. Ist Ihr Hund generell unsicher, hilft ihm Cerato.
    • Heather (Nr. 14): Bei Hunden, die sofort anfangen zu bellen, wenn sie alleine sind und so ständig auf sich aufmerksam machen müssen, ist Heather zu empfehlen.
    • Beech (Nr. 3): Verfügt Ihr Hund über einen zu großen Beschützerinstinkt und verbellt immer wieder andere Tiere und Menschen, gleicht Beech diesen Gemütszustand aus.
    • Impatiens (Nr. 18), Oak (Nr. 23): Haben Sie ein sehr aktives Tier, dass ständig aktiv sein muss, das unausgeglichen, hektisch, ungeduldig und nervös wirkt und sich durch Bellen abreagiert? Dann wirkt Impatiens harmonisierend. Ebenso kann Oak helfen, wenn Ihr Hund nie zur Ruhe kommt, sich verausgabt und in seinem Bellen unermüdlich ist.

    Sie können selbstverständlich auch mehrere Blüten geben oder auf spezielle Mischungen zurückgreifen. Auch Rescue-Tropfen empfehlen sich in Ausnahmesituationen.

    Und wenn Sie selbst schon stark vom Bellen Ihres Hundes gestresst sind oder aber nicht die nötige Ruhe, Klarheit und Sicherheit aufbringen können, die es bedarf, um ihm sein überschießendes Verhalten abzutrainieren, dann können auch Sie seelische Stärkung aus der Kraft der Bachblüten gewinnen. So finden Sie und Ihr Vierbeiner wieder gemeinsam einen Weg zu einem harmonischeren Miteinander.

    Was tun, wenn der Hund immerzu ängstlich ist?

    Sobald eine unbekannte Situation auftaucht, hat Ihr Hund den Schwanz eingeklemmt. Wann immer er sich hinter Ihre Beine zurückziehen kann, tut er es. Kommen andere Hunde, legt er sich lieber schon von vornherein auf den Rücken und unterwirft sich. Bei jedem lauteren Geräusch schreckt er zusammen. Nachts schläft er schlecht und egal, wie viel Sie ihn animieren, er scheint hoffnungslos und tut alles ohne Spaß. Wenn Ihnen diese Verhaltensmuster bekannt vorkommen, haben Sie wahrscheinlich einen dauerhaft ängstlichen Hund. Das ist sehr anstrengend für das Tier, denn es ist permanent wachsam und kann nie entspannen.

    Angst ist ein natürliches Warnsignal und überlebensnotwendig. Wenn sie jedoch das ganze Leben bestimmt, kommt die Lebensfreude abhanden – und zwar nicht nur die des Hundes. Scheue, ängstliche Hunde sind selten die Begleiter, die den Besitzer glücklich machen. Was können Sie dagegen tun? Wir bieten Ihnen einen Überblick über die Ursachen übermäßiger Ängstlichkeit bei Hunden, geben Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie damit umgehen können und welche Bachblüten Ihr Tier dabei unterstützen.

    Wie erkenne ich Angst beim Hund?

    Angst ist zunächst einmal keine negative Emotion an sich. Sie spielt eine wichtige Rolle im Leben von Tier und Mensch. Denn Angst ist eine natürliche Reaktion auf eine eingetretene oder zu erwartende Bedrohung. Die Reaktion darauf ist instinktiv und rettet die körperliche Unversehrtheit und das Leben.

    Da Angst ein Gefühl ist, lässt sie sich nur schwer definieren. Wer die Körpersprache seines Hundes jedoch beobachtet, wird schnell erkennen, wenn er ängstlich wird. Ihr Hund

    • legt die Ohren an,
    • senkt den Schwanz oder klemmt ihn ein,
    • geht oder steht geduckt,
    • hechelt und atmet flach, speichelt stark,
    • hat die Muskeln angespannt,
    • zittert und
    • ist sehr aufmerksam.

    Ein Hund, der Angst hat, ist in der Regel vom Menschen nicht zu erreichen. Das hat weder etwas mit Ungehorsam zu tun, noch damit, dass er nicht will. Da Angst instinktiv ist, kann er schlichtweg nicht anders reagieren und der Mensch als Bezugsperson wird in diesem Moment nicht mehr wahrgenommen. Selbst wenn die Gefahr vorüber ist, bleibt der Hund stark erregt. Eine Kleinigkeit reicht dann aus und er fällt wieder in die vorherige Panik zurück. Häufen sich solche Situationen, kann ein Hund ängstlich werden.

    Ängstlichkeit ist etwas anderes als Angst: Bei Angst handelt es sich um die konkrete Reaktion auf eine konkrete Situation. Angst hat auch der gesündeste Hund einmal und sie ist wichtig und normal. Ängstlichkeit dagegen ist ein dauerhafter, wenig fassbarer Zustand, bei dem der Hund ständig auf minimalste Reize aus der Umwelt reagiert. Ängstlichkeit kann krank machen!

    Die Angst führt zu unterschiedlichen Reaktionen. Diese sind abhängig von den Umständen und dem Hund. Mögliche Reaktionsweisen sind:

    • komplettes Einfrieren der Bewegung
    • panisches Wegrennen
    • aggressives Zustürzen auf die Gefahr, zumeist mit lautem Bellen
    • kopfloses Agieren, totaler Kontrollverlust
    • evtl. emotional bedingter Harn- und Kotabsatz

    Ursachen für Angst bei Hunden

    Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Ursachen für Angst:

    Zum einen sind da die Urängste, die natürlich sind und noch aus dem Leben in der Wildnis stammen. Sie sicherten das Überleben. Zu den Urängsten zählen Angst davor, verlassen zu sein, Angst vor bestimmten Geräuschen wie Knallen (Schüsse), Zischen (Schlangen) oder Gewittern, Angst vor engen, dunklen Räumen und Schatten sowie großen, aufrecht gehenden Lebewesen (Bär). Gute Erfahrungen, vor allem im Welpenalter, in dem die Bezugsperson Schutz und Sicherheit bietet, minimieren diese Ängste im Allgemeinen.

    Zum anderen gibt es erworbene Ängste. Diese resultieren aus Lernerfahrungen, die Hunde machen. Wenn die erste Autofahrt unangenehm war und der Besitzer dem nicht gegensteuert, kann eine Angst vor Autos bestehen bleiben. Auch schmerzhafte Erziehungsmethoden, seien es Schläge oder das Nutzen von Elektrohalsbändern, schaffen Ängste. Deshalb ist davon dringend abzuraten – aber das sollte sich von selbst verstehen!

    Vor allem Hunde, die aus dem Tierheim oder von der Straße kommen, sind häufig traumatisiert. Extrem schlechte Erlebnisse können zu einem Dauerzustand der Angst führen und permanent ängstliche Hunde hervorbringen. Dann werden sogar alltägliche Routinen wie Füttern, Spazierengehen oder sogar nur das Anfassen zu einer Herausforderung.

    Was kann ich mit meinem ängstlichen Hund tun?

    Ein ängstlicher Hund ist permanent wachsam und reagiert auf die kleinsten Veränderungen in der Umgebung. Da kann auch mit körperlichen Symptomen wie Erbrechen, Durchfall und Speicheln einhergehen. Wird Ängstlichkeit ein Dauerzustand, werden die Hunde leicht reizbar und eventuell sogar aggressiv. Oft entlasten sie sich mit Ersatzhandlungen wie dauerndem Trinken, Fressen, Pfoten lecken oder sie binden sich extrem an ihre Bezugsperson. Manche Hunde können Sie nicht einmal anfassen, so dass auch beruhigendes Streicheln einen gegenteiligen Effekt hat. Was tun in einer solchen Situation?

    Prävention

    Sollten Sie Ihren Hund im Welpenalter bekommen, haben Sie gute Möglichkeiten, Urängsten entgegen zu wirken und erworbene Ängste gar nicht erst aufkommen zu lassen. Sie können Ihrem Hund mit ruhiger Führung Sicherheit geben und den ängstlichen Hund an Menschen gewöhnen. Fundamental dafür ist, dass Sie ein gutes Vertrauensverhältnis zu Ihrem Hund aufbauen. Streicheln Sie Ihr Tier von Anfang an viel und am ganzen Körper. So nehmen Sie ihm die Angst vor körperlichem Kontakt. Dann kann auch der Tierarzt sich die Pfoten anschauen, ohne dass Ihr Hund beim nächsten Mal panisch wird.

    Gehen Sie gerade in neuen Situationen, die dem Kleinen Angst machen, mit gutem Beispiel voran: Nähern Sie sich dem unheimlichen Gegenstand, schauen Sie ihn an, „schnuppern“ Sie, fassen Sie ihn an und sagen Sie mit beruhigenden Worten, dass alles gut ist. Wenn Sie also einmal sehen, wie ein Hundebesitzer eine Mülltonne oder eine Straßenlaterne streichelt, während der Hund argwöhnisch ein wenig entfernt sitzt, dann wissen Sie, dass hier Angst abtrainiert wird ?

    Eingreifen als Hundehalter

    Wenn sich Ihr neuer Hund aus dem Tierheim als verängstigtes Wesen entpuppt, brauchen Sie viel Geduld, Ruhe und Zeit! Angst verschwindet nicht über Nacht – akzeptieren Sie, dass es ein längerer Lernprozess für Ihren Hund werden wird und drängen Sie ihn nicht.

    Je mehr Sicherheit und Vertrauen Sie ausstrahlen und je mehr Raum und Zeit sie dem Hund geben, umso größer seine Chancen, seine Ängste Stück für Stück abzubauen.

    Ängste zu ignorieren bringt genauso wenig wie Mitleid, übermäßiges Trösten oder Vermeidung: Der Versuch, den Hund von allem, was ihn verängstigen könnte, fern zu halten, lässt sich im Alltag nicht lange durchhalten. Und wenn Sie ihn trösten oder ihm gut zureden, kann der Lerneffekt nach hinten los gehen. Der Hund sieht dann, dass er Zuwendung bekommt, wenn er Angst zeigt – und das könnte die Angst noch verstärken.

    Geben Sie ihrem ängstlichen Vierbeiner lieber die Möglichkeit haben, Sie und die neue Umgebung kennenzulernen. Ängstliche Hunde beobachten viel. Lassen Sie ihm Zeit, setzen Sie sich einfach daneben, lesen Sie ein Buch. So kann er sich an Ihre Gegenwart gewöhnen. Wenn Sie nicht gleich etwas von ihm erwarten, kann er Vertrauen fassen.

    Es ist auch hilfreich, mit scheuen Hunden in ihrer eigenen Sprache zu kommunizieren. Nutzen Sie die gleichen beruhigenden Signale, die Hunde auch verwenden. Bei Hunden ist freundliche Seite hinten, die aggressive vorne. Deswegen drehen Hunde Artgenossen und auch Menschen den Rücken oder das Hinterteil zu, wenn sie einen mögen. Gehen Sie vor allem bei ängstlichen Hunden darauf ein. Wenn Sie den Kopf wegdrehen und den Blick abwenden, sich zu Boden begeben und gähnen, signalisieren Sie, dass von Ihnen keine Gefahr ausgeht. Beugen Sie sich dagegen von vorne über den Hund, stellen Sie aus seiner Sicht eine erhebliche Gefahr dar! Also am besten die Leine von der Seite anlegen und dabei in die Hocke gehen.

    Bei völlig verstörten Tieren hilft es, den Hund in der ersten Zeit an einem Ort, der für ihn sicher ist, aus der Hand zu füttern. Manche Hunde schrecken sogar vor Händen zurück. Beobachten Sie also gut, wenn Sie ihn streicheln wollen. Streicheln ist prinzipiell eine gute Art, Vertrauen aufzubauen. Bei stark verängstigten Hunden sollte dies aber in sehr kleinen Portionen geschehen. Manchmal sind es am Anfang nur Sekunden, die der Hund Ihre Hand aushält. Stück für Stück können Sie dann die Streicheleinheiten steigern.

    Und natürlich gilt auch außerhalb der Wohnung: Haben Sie Geduld mit Ihrem Vierbeiner! Ist er menschenscheu, gehen Sie zu ruhigen Tageszeiten und in wenig belebten Gebieten spazieren. Dann dosieren Sie vorsichtig die Stresssituationen. Ein- oder zweimal pro Woche können Sie kurz in belebte Gebiete gehen. Lassen Sie Ihren Hund die Situation ruhig erst einmal beobachten. Sie können sich beispielsweise in einem Park mit vielen Menschen zunächst auf eine Bank setzen und erst anschließend dort spazieren gehen. Je mehr Ruhe Sie ausstrahlen, umso schneller wird Ihr Hund verstehen, dass keine Gefahr droht. Wenn Ihr Tier trotzdem überreagiert, sollten Sie ihn entspannt und gelassen aus der Situation führen. Bleiben Sie bei ihm, bis es sich soweit beruhigt hat, dass es wieder Kontakt zu Ihnen aufnehmen kann.

    Ein souveräner Zweithund kann Sie dabei unterstützen. Schauen Sie in Ihrem Umfeld, ob es Freunde mit einem Hund gibt, von denen sich der Ihre gut begleitet fühlt und vieles abschauen kann. So machen auch Spaziergänge mehr Spaß.

    Unterstützende Behandlung mit Bachblüten

    Es gibt verschiedene Bachblüten, die ganz gezielt bei Ängsten eingesetzt werden können. Wenn Sie die Tropfen unters Futter mischen, geben Sie Ihrem Tier auf sanftem Wege eine dringend benötigte Unterstützung. Denn erst, wenn sich das Gemüt beruhigt hat, ist Ihr Hund auch fähig, sich unheimlichen Situationen zu stellen. Hier einige der wichtigsten Blüten bei Angst und Ängstlichkeit:

    • Aspen (Nr. 2): Wenn Ihr Hund sich leicht und ohne ersichtlichen Grund erschreckt, sehr sensibel ist und aufgrund unerklärlicher Ängste zittert, sich verkriecht oder bellt, empfiehlt sich die Gabe von Aspen.
    • Centaury (Nr. 4), Larch (Nr. 19): Centaury hilft willensschwachen Tieren, die sich leicht beeinflussen lassen, stark auf den Besitzer fixiert sind und sich nicht durchsetzen können. Larch kann bei Hunden ohne Selbstvertrauen angewendet werden, die Situationen meiden, denen sie sich stellen müssten.
    • Gorse (Nr. 13): Die beste Bachblüte bei stark traumatisierten Hunden, die vor allem Angst haben, ist Gorse. Sie hilft hoffnungslosen, verzweifelten Tieren mit geringem Lebenswillen.
    • Star of Bethlehem (Nr. 29): Der Star of Bethlehem ist die Blüte schlechthin bei traumatisierten, misshandelten und ausgesetzten Hunden. Sie muss nicht unbedingt direkt im Anschluss an das traumatische Ereignis gegeben werden, sondern entfaltet ihre Wirkung auch Jahre später noch.
    • Mimulus (Nr. 20), Cerato (Nr. 5): Diese Bachblüten sind ebenfalls empfehlenswert bei Ängsten. Hat Ihr Hund vor etwas Konkretem wie Gewittern oder Silvesterknallern Angst, können Sie Mimulus geben. Ist Ihr Hund dagegen generell unsicher und scheu, hilft ihm Cerato.
    • Rock Rose (Nr. 26): Diese Bachblüte hilft bei Panikattacken, großem Schrecken und akuten Ängsten, die sich durch Zittern am ganzen Körper zeigen.

    Gerade bei ängstlichen Hunden können Sie auch immer Rescue-Tropfen im Gepäck haben. Geben Sie diese im Anschluss an eine Situation, die Panik bei Ihrem Tier ausgelöst hat. Sie helfen Ihrem Hund, sich zu beruhigen. Je schneller Ihr Hund aus der Anspannung, die nach dem Angstauslöser bestehen bleibt, herausgeholt werden kann, umso größer der Lerneffekt beim Abtrainieren der Ängste. Damit Ihr Tier Sie bald sicher, selbstbewusst und lebensfroh begleitet.

    Die 38 Bachblüten für Hunde

    Eine Übersicht über die Andwendung und Wirkung der einzelnen Bachblüten bei Hunden finden Sie unter: Bachblüten für Tiere.

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