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In der direkten Beobachtung intimer Interaktion des Partners mit einem anderen Menschen wird Eifersucht häufig besonders inetnsiv wahrgenommen.

Bewährte Tipps, wie man Eifersucht bekämpfen kann

Kontrollierendes Verhalten, Vorwürfe, Wut, Angst: Eifersuchtsgefühle sind eine große Belastung für Beziehungen. Immer wieder zerbrechen Partnerschaften am eifersüchtigen Verhalten eines oder beider Partner. Das muss nicht sein! Wir erläutern die subtilen Hintergründe der Eifersucht und zeigen die besten Strategien, mit denen man Eifersucht überwinden kann.

Wieso sind Menschen eifersüchtig?

Eifersucht gehört zu den komplexesten Empfindungen, zu denen der Mensch fähig ist. Sie kann nicht auf ein einzelnes Gefühl heruntergebrochen werden. Vielmehr hat die Eifersucht viele Gesichter. Ein geringes Selbstwertgefühl, Misstrauen und Schuldgefühle sind ebenso an der Entstehung von Eifersucht beteiligt wie Wut und Angst. Entsprechend komplex sind auch die Ursachen der Eifersucht. Abhängig vom Erklärungsmodell werden Schwerpunkte auf evolutionäre, kulturelle oder psychologische Ursachen gelegt.

Eifersucht: ein Produkt der Evolution?

Eifersucht findet sich in allen uns bekannten menschlichen Kulturen wieder. Sogar bei Menschaffen – unseren genetisch nächsten Verwandten – können klare eifersüchtige Verhaltensweisen beobachtet werden. Für viele Forscher sind diese Erkenntnisse ein starker Hinweis darauf, dass der Ursprung von Gefühlen der Eifersucht in unserer evolutionären Entwicklung zu suchen ist.

So argumentieren Evolutionstheoretiker, dass in prähistorischer Zeit nach der Zeugung eines Kindes eine längerfristige Bindung eines Paares entscheidende Vorteile für das gezeugte Kind mit sich brachte. Affekte wie Eifersucht wirkten in diesem Zusammenhang beziehungsstabilisierend und erhöhten – durch eine sichergestellte Versorgerrolle des Mannes – die Überlebenschancen des Nachwuchses signifikant. Auch die Geschlechtsunterschiede, die es im Erleben von Eifersucht gibt, stützen evolutionstheoretische Erklärungsmodelle der Eifersucht. Wie unterschiedlich sich Eifersucht bei Männern und Frauen äußert, wird im Folgenden noch näher beleuchtet.

Kulturelle Ursachen der Eifersucht

Monogame Sozialgefüge und kapitalistische Gesellschaftsstrukturen werden häufig als Erklärung für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Eifersucht herangezogen. Dass in Gesellschaften, in denen Zweierbeziehungen als Wert an sich gelten und der Partner zu einem gewissen Grad als „Privatbesitz“ angesehen wird, Gefühle der Eifersucht hervorbringen, ist leicht nachvollziehbar.

Lerntheorie: Eifersucht als erlernte Verhaltensweise

Lerntheoretische Ansätze sehen die Entstehung von Eifersucht primär im engen sozialen Umfeld der Betroffenen. So führen letztlich persönliche Erfahrungen und durch Beobachtung erlernte Verhaltensweisen zu einem niedrigen Selbstwertgefühl, das Eifersuchtsgefühle auslöst. Insbesondere die folgenden Erfahrungen begünstigen die Entstehung von Eifersucht.

  • Abwertung durch Eltern: Kinder, die durch ihre Eltern häufig kritisiert und abgewertet worden sind (etwa durch übermäßiges Tadeln oder überzogene Bestrafungen), haben nicht selten ein geringes Selbstwertgefühl. Dieses wiederum begünstigt die Entstehung von eifersüchtigen Verhaltensweisen.
  • Beobachtungslernen in der Kindheit: Kinder übernehmen sehr häufig Verhaltensweisen ihrer Bezugspersonen. Beobachten sie wiederholt eifersüchtiges Verhalten bei ihren Eltern oder sonstigen nahestehenden Personen, erlernen sie diese Verhaltensweisen und verhalten sich entsprechend – in der Regel auch im Erwachsenenalter.
  • Frühe Verlusterfahrungen: Ebenso können Verlusterfahrungen in der Kindheit zu einem nachhaltig gestörten Beziehungsverhalten führen. Der Tod eines Elternteils, Vernachlässigung in Folge einer Alkoholabhängigkeit der Bezugsperson oder Aufmerksamkeitsverlust durch ein Geschwisterchen: Menschen, die in ihrer Kindheit prägende Verlusterfahrungen gemacht haben, neigen dazu diese in Form von Eifersucht überzukompensieren.
  • Negative Beziehungserfahrungen: Nicht zuletzt können uns auch die Erfahrungen vergangener Beziehungen prägen. Wer in früheren Beziehungen vom Partner – etwa durch einen Seitensprung – hintergangen worden ist, reagiert in späteren Partnerschaften nicht selten eifersüchtig.
  • Zufallslernen: Nicht unbedingt müssen intensive Eifersuchtsgefühle mit explizit negativen Beziehungserfahrungen einhergehen. Sogar das Gegenteil kann der Fall sein. Womöglich hat eine einmalige eifersüchtige Verhaltensweise eine frühere Beziehung vor dem vorzeitigen Ende bewahrt. Eine solche geglückte Manipulation des Partners wird als positiv wahrgenommen, sodass eifersüchtige Verhaltensweisen schnell verinnerlicht werden. In späteren Beziehungen dagegen kann sich das erlernte Verhalten – Psychologen sprechen in diesem Zusammenhang von „Zufallslernen“ – sehr negativ auf die Partnerschaft auswirken.

Wie unterscheidet sich Eifersucht von Neid oder Missgunst?

Obwohl sich Eifersucht und Neid grundlegende Emotionen wie Wut und ein geringes Selbstwertgefühl teilen, lassen sie sich doch klar voneinander abgrenzen. So steckt hinter Neid der Wunsch das Objekt der Begierde, das derzeit einem anderen Mensch gehört, selbst zu besitzen. Wer Neid empfindet, missgönnt dem anderen dessen Besitz und trauert einem Objekt nach, das er selbst nicht besitzt. Menschen, die Eifersucht verspüren, haben dagegen stets auch die Angst etwas zu verlieren, das sie bereits haben.

Ein konkretes Beispiel: Wer dem Nachbarn sein schönes Haus missgönnt und selbst gerne dort wohnen würde, ist neidisch. Ein Kind, das sein junges Geschwisterchen dafür hasst, dass es die Aufmerksamkeit der Eltern auf sich zieht, empfindet Eifersucht.

Haben Eifersuchtsgefühle in unserer modernen Gesellschaft noch ihre Berechtigung?

Aus evolutionstheoretischer Perspektive hatten Gefühle der Eifersucht in vorgeschichtlicher Zeit zur Stabilisierung der Partnerschaft durchaus ihre Berechtigung. Eine große Rolle spielt die Eifersucht in Partnerschaften nach wie vor. Selbst die sexuelle Freizügigkeit der Hippie-Bewegung und das Postulat der „freien Liebe“ hatten bestenfalls in der Theorie Geltung. Im Zwischenmenschlichen zerschellten entsprechende Ideale allzu schnell an der harten Beziehungswirklichkeit.

So erscheint Eifersucht als soziales Faktum, mit dem sich Menschen immer wieder konfrontiert sehen. Unabhängig von der Möglichkeit die eigene Eifersucht in den Griff zu bekommen, stellt sich die Frage: Hat Eifersucht in der heutigen Gesellschaft einen positiven Nutzen und ihren gerechtfertigen Platz? Tatsächlich findet die Eifersucht auch heute noch zahlreiche Fürsprecher – und das, obwohl sie etliche Beziehungen strapaziert. So können zur Ehrenrettung der normalen (nicht der krankhaften) Eifersucht die folgenden Punkte ins Feld geführt werden.

1.) Eifersucht als Liebesbeweis

Ein gewisses Maß an Eifersucht gilt vielen Menschen als Liebesbeweis und Wertschätzung durch den Partner, die letztlich sogar den Selbstwert ihres Adressaten steigern kann. Wer in einer Beziehung dagegen keinerlei Anzeichen von Eifersucht erkennen lässt, gilt schnell als gefühlskalt und desinteressiert am Partner. So haben Gefühle der Eifersucht auch heute noch die Funktion eines sozialen Klebers, der Beziehungen zusammenhält. Eifersucht ist also kein Gefühl, dass vollständig „ausgemerzt“ werden müsste.

2.) Eifersucht als Alarmglocke

Darüber hinaus können (gerade stärkere) Eifersuchtsgefühle in einer Beziehung als Alarmsignal dienen – besonders dann, wenn sie früher nicht in dieser Intensität aufgetreten sind. Wird man aus heiterem Himmel auf den Partner eifersüchtig, ist dies ein Anzeichen dafür, dass in der Beziehung etwas fehlt oder merklich im Argen liegt. Werden entsprechende Gefühle in einer Partnerschaft offen adressiert, kann dies durchaus eine heilsame Wirkung haben. Eventuell vorhandene Probleme lassen sich auf diese Weise lösen, sodass die Beziehung insgesamt gestärkt aus der anfänglichen Eifersuchtsproblematik hervorgeht.

Welche Formen der Eifersucht gibt es?

Bei Eifersucht unterscheiden Psychologen zwischen 2 Formen:

  1. Normale Eifersucht oder auch reaktive Eifersucht
  2. Pathologisch misstrauische Eifersucht oder auch antizipatorische Eifersucht

Unter der reaktiven Eifersucht werden Gefühle verstanden, die durch ein tatsächliches (Fehl-) Verhalten des Partners ausgelöst werden. Erlaubt sich dieser beispielsweise einen Seitensprung, sind eifersüchtige Gefühle wie Aggression, Wut und Schockzustände normal. Diese kurzfristigen Emotionen klingen im Laufe der Zeit wieder ab.

Eine antizipatorische bzw. pathologisch misstrauische Eifersucht dagegen ist nicht in der Realität behaftet, sondern richtet sich auf potenzielles Verhalten des Partners. Betroffene haben meist mit häufigem Grübeln zu kämpfen, misstrauen ihrem Partner und spionieren diesem nicht selten nach. Freud nennt diese Art der krankhaften Eifersucht „neurotische Eifersucht“. Solche lang anhaltenden Gefühle der Eifersucht strapazieren nicht nur die Partnerschaft, sondern sind für Betroffene enorm kraftraubend und belastend.

Wie unterscheidet sich die Eifersucht zwischen den Geschlechtern?

„Er war eifersüchtig also war sie sicher. Irgendwann war sie nicht mehr ganz sicher, ob er noch eifersüchtig sei da wurde sie unsicher. Seine Eifersucht ließ nach er wurde sicher und sie war eifersüchtig.“ – Jörn Pfennig

Untersuchungen haben gezeigt, dass es weitreichende Unterschiede im Erleben von Eifersucht zwischen Mann und Frau gibt. Während Männer in erster Linie durch sexuelle Untreue verletzt werden, erleben Frauen die emotionale Untreue des Partners als wesentlich schlimmer. So sind Frauen in der Regel eher dazu bereit, einen Seitensprung ihres Partners zu verzeihen. Die Angst von ihrem Partner emotional hintergangen und in der Folge verlassen zu werden, wiegt dagegen deutlich schwerer.

Dass Frauen in erster Linie eine emotionale Eifersucht empfinden, während Männer sehr empfindlich auf (vermutete) Anzeichen sexueller Untreue reagieren, erklären Forscher durch die Evolution. So war es Frauen früher in erster Linie an einer emotionalen Bindung zu ihrem Partner gelegen. Diese stellte sicher, dass der Mann Frau und Nachwuchs versorgte. Sexuelle Untreue hatte dagegen keinen Einfluss auf die Rolle des Mannes als Versorger. Der Mann wiederum konnte sich nur bei sexueller Treue der Frau sicher sein, dass die versorgten Kinder tatsächlich von ihm sind.

Wie verbreitet ist Eifersucht?

Verschiedene Studien belegen, dass die überwiegende Mehrzahl der Menschen mit Gefühlen von Eifersucht gut vertraut ist. Einer durch den Eifersuchtsforscher David Buss durchgeführten Studie (David Buss 2003: „Wo warst du?“ Der Sinn der Eifersucht.) zu Folge haben nahezu alle Befragten bereits eine Phase intensiver Eifersucht erlebt. 31 Prozent der Befragten erlebten sich als sehr eifersüchtig und hatten stellenweise große Probleme ihre Eifersucht zu kontrollieren. 38 Prozent wollten im Affekt sogar schon handgreiflich werden

Bin ich krankhaft eifersüchtig?

Ob Eifersuchtsgefühle als pathologisch, sprich als krankhaft, einzustufen sind, hängt in erster Linie von der Intensität der erlebten Eifersucht und vom Leidensdruck der Betroffenen ab. Je mehr der folgenden Punkte auf eine Person zutreffen, desto wahrscheinlicher ist es, dass eine krankhafte Eifersucht vorliegt:

  • Große Ängste vom Partner betrogen und verlassen zu werden
  • Zwanghaftes Grübeln über ein mögliches Fremdgehen des Partners
  • Häufige Streits durch Vorwürfe einer (vermeintlichen) Untreue
  • Ständiges Beobachten und Kontrollieren des Partners sowie Hinterherspionieren
  • Große Schwierigkeiten dem Partner zu vertrauen
  • Häufiger Vergleich mit anderen Menschen des gleichen Geschlechts mit anschließenden Selbstzweifeln
  • Überinterpretation schlechter Stimmung des Partners („Partner mag mich nicht mehr“)
  • Körperliche Beschwerden wie Magen- oder Kopfschmerzen und Schlafstörungen beim Gedanken an eine vermeintliche Untreue des Partners

Trifft der Großteil der genannten Punkte zu, liegt der Schluss nahe, sehr intensive Gefühle der Eifersucht zu empfinden. Bei einer solchen pathologisch misstrauischen Eifersucht kann es ratsam sein, sich psychologische Hilfe zu suchen. Mit der Unterstützung eines Therapeuten bestehen gute Chancen, dass die übermäßige Eifersucht besiegt werden kann. Durch die Anwendung von Methoden, die auch im Rahmen einer Psychotherapie zum Einsatz kommen, können ebenfalls große Erfolge erzielt werden.

Was tun gegen Eifersucht? – Erste-Hilfe-Methoden

Unabhängig davon, was der Eifersucht zugrunde liegt, gibt es Methoden, mit deren Hilfe Eifersuchtsgefühle gemindert werden können. Hierzu zählt etwa die „Vertrauensfrage-Methode“.

Mit der Vertrauensfrage-Methode Eifersucht bekämpfen

Eifersüchtige Menschen haben große Probleme damit, ihrem Partner zu vertrauen. Die Vertrauensfrage-Methode hilft dabei, Eifersucht zu überwinden. Kern der Methode ist es, sich immer wieder klar zu machen, welche Punkte dafür sprechen, dem Partner zu vertrauen.

  • Wie reagiere ich auf die Komplimente oder Annäherungsversuche von Personen des anderen Geschlechts? Haben diese zur Folge, dass ich meinen Partner nicht mehr liebe? Nein? Wieso sollte es meinem Partner dann anders gehen?
  • Gibt es konkrete Beweise für die Untreue des Partners? Nein? Dann besteht auch kein Grund zur Sorge!
  • Was spricht dafür, dass mein Partner bei mir bleibt? Eine imaginäre Liste der vergangenen Liebesbeweise des Partners dient hier als Erinnerungshilfe und sorgt dafür, dem eigenen Partner wieder stärker zu vertrauen.

Die Beantwortung von Fragen dieser Art kann dabei helfen, intensive Phasen der Eifersucht zu überwinden.

Tipps gegen Eifersucht: psychologisch fundierte Strategien

Es gibt eine Reihe von Strategien gegen Eifersucht, die auch im Rahmen einer Psychotherapie zum Einsatz kommen. Diese zielen darauf ab, die Ursachen der Eifersucht nachhaltig zu bekämpfen. Insbesondere verhaltenstherapeutische Maßnahmen haben sich bei der Überwindung von Eifersucht als hilfreich erwiesen.

Angst verlassen zu werden? Was kann man tun?

In vielen Fällen steckt hinter einer übermäßigen Eifersucht, die Angst verlassen zu werden. Diese kann aus Verlusterfahrungen in der Kindheit oder aus den Erfahrungen vergangener Beziehungen resultieren. Mit den folgenden Tipps kann die Angst vor einem Verlust des Partners überwunden werden.

1.) Wissen ist Macht – Neubewertung quälender Gedanken

Um effektiv an der Angst vor dem Verlassenwerden arbeiten zu können, muss man sich zunächst den konkreten Situationen bewusst werden, die entsprechende Gefühle auslösen. Entstehen Gefühle der Eifersucht, wenn der Partner mit anderen flirtet? Oder wird man schon krank vor Eifersucht, wenn sich der Partner um einige Minuten verspätet? Es kann hilfreich sein, sämtliche Situationen im Geiste durchzugehen, die Eifersuchtsgefühle auslösen und sich die Gedanken, die einem dabei durch den Kopf gehen, zu notieren. Ein wesentliches Ziel der sogenannten kognitiven Verhaltenstherapie ist es, entsprechende Gedanken zu identifizieren und im Anschluss neu zu bewerten. Folgende Situationen, die den meisten eifersüchtigen Menschen gut bekannt sein dürften, können als Beispiel dienen.

Situation Bisherige Denkweise Umstrukturiertes Denken
Der Partner verspätet sich. „Es muss einen Grund für die Verspätung des Partners geben. Entweder hat er keine Lust mehr mich zu sehen oder er vertreibt sich die Zeit bereits mit einer anderen Person des begehrten Geschlechts.“ „Es gibt unzählige Gründe dafür, dass sich mein Partner verspätet. Kaum einer davon hat etwas mit mir zu tun. Wahrscheinlich steht er einfach nur im Stau. Es gibt also keinen Grund zur Besorgnis.“
Der Partner wirkt gereizt/ist in schlechter Stimmung. „Die schlechte Stimmung meines Partners muss etwas mit mir zu tun haben. Sicherlich hat er Zweifel an unserer gemeinsamen Zukunft und wird mich verlassen.“ „Jeder Mensch hat mal einen schlechten Tag. Bestimmt hatte mein Partner (etwa im Büro) nur ein negatives Erlebnis. Seine schlechte Stimmung hat nichts mit mir zu tun und er wird mich nicht verlassen.
In Folge einer Geschäftsreise/eines Urlaubs oder einer sonstigen Situation ist man längere Zeit von seinem Partner getrennt. „Bestimmt lernt mein Partner in seiner Abwesenheit jemanden kennen, in den er sich verliebt oder mit dem er ein sexuelles Verhältnis anfängt.“ „Bisher ist mein Partner immer zu mir zurückgekommen. Es gibt keine rationalen Gründe für meine Befürchtung verlassen zu werden. Mein Partner liebt mich und wird mir weder emotional noch sexuell untreu.“

2.) Beziehung stabilisieren durch Verhaltensänderung

Wurden die angstauslösenden Situationen identifiziert und die Gedanken neu bewertet, werden sich Gefühle der Eifersucht sukzessive abschwächen. Nun fällt es auch wesentlich leichter, beziehungsgefährdendes Verhalten zu ändern.

Tipp: Wer von starken Eifersuchtsgefühlen überkommen wird, sollte seinem Partner keine Vorwürfe machen, sondern seine Gefühle offen ansprechen und Verständnis für das Verhalten des Partners zeigen.

3.) Was tun gegen Eifersucht? Lernen alleine zu sein

Menschen, die Angst vor dem Verlassenwerden haben, klammern sich in der Regel an ihren Partner und ertragen es nur sehr schwer, alleine zu sein. Wer lernt mit dem Alleinsein zurechtzukommen, reduziert automatisch auch die Angst verlassen zu werden, die der Eifersucht zugrunde liegt. Folgende Tipps helfen dabei, das Alleinsein besser ertragen zu können.

  • Tipp 1: Sich nicht zu viel vornehmen
    An einigen Tagen in der Woche sollte jeweils eine Stunde eingeplant werden, in der man alleine ist. Sobald man sich alleine etwas sicherer fühlt, kann dieser Zeitraum nach und nach erhöht werden.
  • Tipp 2: Für Entspannung sorgen
    Kommen beim Alleinsein Gefühle der Unruhe auf, gilt es Entspannung zu finden – beispielsweise durch Musik, Wellness oder Sport.
  • Tipp 3: Selbstständiger werden
    Wer sich unabhängiger von seinem Partner machen möchte, sollte sich ein befriedigendes Hobby suchen, das für Spaß und Erfolgserlebnisse sorgt.

4.) Mit vergangenen Verlusten Frieden schließen

Sich an prägende Ereignisse aus der Kindheit bzw. aus früheren Beziehungen zu erinnern, die die Angst verlassen zu werden, begründet haben könnten, und sich mit diesen intensiv auseinanderzusetzen, führt bestenfalls dazu, mit vergangenen Verlusten Frieden zu schließen. Man sollte sich immer wieder klar machen, dass die damaligen Erlebnisse nichts mit der Gegenwart zu tun haben.

Geringe Selbstachtung? Tipps und Tricks für ein höheres Selbstwertgefühl

Neben der Angst verlassen zu werden, ist häufig schlicht eine geringe Selbstachtung der Grund für intensive Eifersucht. In dem Maße, in dem unser Selbstwert steigt, geht daher auch die Eifersucht zurück. Wer sehr selbstkritisch ist und an einem geringen Selbstbewusstsein leidet, kann mithilfe der folgenden Tipps und Tricks seine Eifersucht überwinden.

1.) Hinterfragen der kritischen Stimme

„Eifersüchtig sein heißt, nicht an seiner Frau, sondern an sich selbst zweifeln.“ – Honoré de Balzac

Menschen mit einem niedrigen Selbstwertgefühl werden häufig von Selbstzweifeln geplagt. Gedanken wie „Ich bin schlechter als andere.“, „Ich mache nie etwas richtig.“ oder „Ich bin ein schlechter Mensch.“ sind keine Seltenheit. Wer von solchen Gedanken betroffen ist, muss dem inneren Kritiker Paroli bieten. Treten entsprechende Gedanken auf, sollten diese daher sofort hinterfragt sowie Gegenbeweise gegen die lästigen Gedanken gesucht und notiert werden.

2.) Sich seiner Stärken und positiven Eigenschaften bewusst machen

Wer sehr negativ denkt, neigt dazu sein Licht unter den Scheffel zu stellen. Um die Selbstachtung zu steigern, gilt es daher, sich der eigenen Stärken und positiven Eigenschaften bewusst zu werden. Mit diesen Übungen kann das eigene Selbstbewusstsein gesteigert werden.

  • Menschen, die ihre Selbstachtung steigern möchten, sollten eine Liste führen, auf der sie akribisch auch kleine Erfolge festhalten. Schon bald werden sie feststellten, dass ihnen mehr gelingt, als sie denken.
  • Zudem kann es hilfreich sein, sich in andere hineinzuversetzen und aus ihrer Sicht zu notieren, über welche Stärken und positiven Charaktereigenschaften man verfügt.
  • Betroffene sollten sich täglich einige Minuten Zeit nehmen und mindestens fünf Dinge/Eigenschaften aufzählen, auf die sie stolz sein können. Gerade, für Personen, die dazu neigen, sich mit anderen zu vergleichen, ist dieses Vorgehen hilfreich.

Je länger die genannten Übungen durchgeführt werden, desto weniger Macht hat die kritische Stimme über einen. Die Folge: Das Selbstwertgefühl steigt und die Eifersucht wird sukzessive schwächer.

Bachblüten bei Eifersucht

Um die erforderliche Arbeit an den eigenen Gedanken und Glaubenssätzen, die die Eifersucht auslösen, sowie den daraus resultierenden Gefühlen und Reaktionen, zu erleichtern, haben sich Bachblüten besonders bewährt. Eifersucht gilt als Schlüsselsymptom der Bachblüte Holly, insbesondere wenn sich die Eifersucht in Form von Wut oder aggressivem Verhalten gegenüber dem Partner äußerst. Als Bachblüte, die die Herzlichkeit und Liebesfähigkeit der Seele bei Gefühlsverletzungen stärken soll, ist sie somit in der Regel das erste Mittel der Wahl. Dominiert die konkrete Angst, vom Partner verlassen zu werden, kann zusätzlich die Bachblüte Mimulus eingenommen werden. Sofern dahinter eine Angst vor dem Alleinsein steht, kann auch die Bachblüte Heather sinnvoll sein. Wird bei der Reflexion der Eifersucht ein übermäßiger Wunsch nach Zuwendung identifiziert, ist die Bachblüte Chicory eine passende Essenz für eine persönliche Bachblüten Mischung. Wenn die Eifersucht vornehmlich durch ein geringes Selbstvergefühl verursacht wird, empfiehlt sich wiederum die Bachblüte Larch.

Fazit: Eifersucht kann überwunden werden

Eifersucht ist ein urmenschliches Gefühl, mit der nahezu jeder mehr oder weniger stark zu kämpfen hat. Leichte Gefühle der Eifersucht gelten als normal und können durchaus auch einen positiven Nutzen für eine Beziehung mit sich bringen – etwa, wenn sie von beiden Partnern als gegenseitige Wertschätzung interpretiert werden. Wer dagegen krankhaft eifersüchtig ist und Beziehungen immer wieder durch entsprechende Verhaltensweisen gefährdet, sollte sich psychologische Hilfe suchen. Mit den genannten Selbsthilfetipps aus der verhaltenstherapeutischen Toolbox sind Betroffene zudem in der Lage ihre Eifersucht in den Griff zu bekommen. Aber (und das ist ein großes ABER): Eifersüchtige Verhaltensweisen können nur dann erfolgreich überwunden werden, wenn der Wille zu Veränderungen da ist. Nur wer bereit ist, über einen längeren Zeitraum aktiv an sich zu arbeiten, wird mit den vorgestellten Strategien langfristige Erfolge im Kampf gegen die Eifersucht erzielen können.

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